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Die Figur des fiktiven Meisterdetektivs Sherlock Holmes aus der Feder Sir Arthur Conan Doyles, zählt zu den beliebtesten Figuren der Kriminalgeschichte und lieferte Stoff für unzählige Verfilmungen.
Viele Schauspieler versuchten sich als Holmes, doch nur die wenigsten schafften es, den vielseitigen Charakter glaubhaft auf die Leinwand zu transportieren.

Christopher Lee, 1959 selbst noch für die legendären Hammer Filmstudios in "Der Hund von Baskervilles" Opfer eines Mordkomplotts, zog sich drei Jahre später selbst das Tweed-Jacket über, um als Sherlock Holmes unter der erneuten Regie von Terence Fisher gegen seinen Erzrivalen Professor Moriarty anzutreten.

Die deutsche Produktion unter der Leitung von Artur Brauner, neben Horst Wendlandt in den 60er und 70er Jahren einer der erfolgreichsten und einflußreichsten Produzenten Deutschlands, beginnt sehr vielversprechend und Christopher Lee als Holmes agiert mit größter Spielfreude, doch trotz des langsamen Tempos geht der arg konstruierten Story trotz geschliffener Dialoge schnell die Luft aus.

Viel zu bieder und spannungsarm schleppt sich die Story um einen Mord und einen Kunstraub dahin, wird mit einer völlig überflüssigen Nebenhandlung in die Länge gezogen, um den Zuschauer unbefriedigt und ohne schlüssige Erklärungen zu verabschieden.

Die trockene Inszenierung erinnert vielmehr an Artur Brauners "Dr. Mabuse" und "Bryan Edgar Wallace"-Werke, denen genauso wie dieser Produktion das Esprit und die Originaltät der "echten" Wallace-Verfilmungen vom Konkurrenten Wendlandt fehlte.

Trotz Hans Söhnker als Gegenspiel Holmes` und der giftigen Wortduelle, die sich die beiden Kontrahenten liefern, will der Funke einfach nicht überspringen und so verblassen die hochkarätigen Stars in einer langweiligen und uninteressanten Story, die nicht mehr bietet als leidlich unterhaltsamen Durchschnitt.

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