Wayne Szalinski ist ein vom Unglück verfolgter Wissenschaftler. Große Ideen, aber Maschinen, die dann nicht wirklich funktionieren, und vor allem wird er von seinen Kollegen nicht wirklich ernst genommen. Auch die Familie leidet darunter, einerseits unter dem Zeitmangel, andererseits da die Nachbarn die Szalinskis bereits für nicht ganz koscher halten. Doch dann gelingt Szalinski der große Wurf, unbeabsichtigt und mit Hilfe, die dann die Kinder von zwei Familien auf die Größe von Insekten schrumpft. Ein fantastisches, aber auch gefährliches Abenteuer nimmt seinen Lauf.
Angeblich war der Film 1989 für Disney an der Kinokasse eine wahre Dollargrube und ich frag mich wieder mal nach Ansicht des Ganzen, wieso eigentlich? Wenn man Liebling... mal lose als Abenteuerkomödie bezeichnen möchte, ist für mich einfach nur der Abenteuer- nicht aber der Komödienpart brauchbar ausgefallen. Noch mehr verwundert war dann allerdings, als ich las, wer das Drehbuch konstruiert hat, nämlich niemand anders als die Horrorcracks Stuart Gordon und Brian Yuzna. Also da würde mich doch mal die Hintergrundgeschichte der Zusammenarbeit interessieren, warum ausgerechnet die beiden sich an einer Disney Komödie literarisch versuchen.
Für mich liegt der Schwachpunkt vor allem im Segment Humor. Wirklich lachen konnte ich überhaupt nicht und für ein oder zwei müde Grinser muß man nicht wirklich 90 Minuten Lebenszeit investieren. Für meinen Geschmack ist das alles zu kindlich ausgefallen und auch Hauptdarsteller Rick Moranis ist meiner Meinung nach in ausgewählten Nebenrollen, wie in Ghostbusters, besser aufgehoben, als die Story alleine zu tragen. Die Kids haben zwar die meiste Screentime, aber er sollte das nominelle Zugpferd geben.
Wesentlich liebevoller produziert ist hier der Action Anteil, der dann startet sobald die vier Kurzen im Müll gelandet sind. Ab hier müssen sie sich durch den gut getrimmten Rasen kämpfen, was für Mikromenschen natürlich einem Marsch durch den Dschungel gleichkommt. Hier hat aber Disney keine Kosten und Mühen gescheut und riesige Kulissen gefertigt, um die Proportionen zu veranschaulichen (ohne jede CGI wohlgemerkt). Alleine die Tasse soll in Wirklichkeit ein Fassungsvermögen von 60000 Litern gehabt haben.
Hier scheint dann auch durchaus so etwas wie Spannung und Abenteuer durch, wie beim wilden Ritt auf der Biene oder der unangenehmen Begegnung mit Fifis Entwässerungssystem. Leider fiel auch Yuzna/Gordon nichts anderes ein als mit den beiden älteren Teenagern die übliche Love Story reinzugrätschen und die eine oder andere pädagogisch wertvolle Lektion einzubauen, als die Kids immer erwachsener agieren, während es bei Eltern und Nachbarn genau umgekehrt zu sein scheint.
Bei mir hinterließ die Familienkomödie da eher einen zwiespältigen Eindruck. Unterhaltung ja, aber auch mindestens genau so viel Szenen, die bestenfalls die Kiddies amüsieren können, von der Disney-typischen Seichtheit und dem Friede-Freude-Eierkuchen Ende ganz zu schweigen. Da sind mir grob vergleichbare Abenteuerkomödien a la Goonies deutlich lieber.
5/10