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Dr. Giggles ist ein höchst durchgeknallter Patient in einer Nervenheilanstalt, der schon als Kind Chirurg werden wollte, nun reicht es zumindest für eine Schlachtorgie, durch die er ausbricht. Das Haus seines Vaters, dem auch schon nicht ganz sauberen Chirurgen Dr. Randell, dient nicht nur ihm als Zuflucht, sondern auch einigen Teenagern als Partyziel. Doch damit nicht genug, denn Dr. Giggles macht auch Hausbesuche, kurz: Er behandelt jeden, der ihm über den Weg läuft. Der Mad Doctor mit dem irren Kichern sowie den kreativen Heilungsmethoden mit Todesfolge verspricht nicht zuletzt wegen der Performance von Larry Drake („Darkman“) neben einer gehörigen Portion Kunstblut grotesken Witz. Die anderen Charaktere, insbesondere die Teenies mit ihren Liebeleien und Blödeleien sowie die besorgten Eltern sind nicht gerade einfallsreich dargestellt. Dafür sind ein paar Rückblenden in Dr. Giggles Kindheit zur Belustigung eingefügt, schräge Kindheitserinnerungen könnte man wohl sagen. Durchsetzt von seinen medizinischen Kommentaren und voll von schwarzem Humor haben in der Gegenwart seine Spritzen extralange Nadeln, die Blutdruckmanschette wird am Hals angelegt und seine dringend notwendigen Skalpelleingriffe enden mit einem Eimer voll Herzen. Holly Marie „Charmed“ Combs in der weiblichen Hauptrolle ist so etwa die Neve „Scream“ Campbell dieser amüsanten Horrorkomödie, Sympathieträgerin und mit der Attitüde, sich ihrer Haut zu erwehren. Der Rest besteht aus den bekannten Opferlämmern, wäre die Identität des Wahnsinnigen nicht von vornherein klar, würde „Dr.Giggles“ gut als Slasher durchgehen. Wer diese Mischung aus Mad Scientist und Slasher mag, kann sich diesen amüsanten Film gut einmal anschauen.

Fazit: Ganzheitliche Behandlung mit kreativen Aderlässen plus einige Lacher. 6/10 Punkten

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