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1992 war die Slasher Welle schon längst am Abklingen. Trotzdem produzierte Universal noch einen weiteren Slasher unter der Regie von Manny Coto. „Dr. Giggles“ war geboren.

Dr. Giggles aka. Dr. Rendell ist aus der Klapse geflohen. Er macht sich auf den Weg in seine alte Heimatstadt, um Rache für seinen Vater zu nehmen. Dort angekommen, findet er auch schon gleich die ersten Opfer. Mit allem was der Arztkoffer zu bieten hat, geht es den Leuten an den Kragen.

Man sieht dem Film sofort an, dass hier erneut versucht wurde, eine neue Horrorkultfigur a la Jason Vorhees oder Freddy Krueger zu etablieren. Nur leider hatte das Publikum keinen Bock mehr auf Slasher. Schade, denn mit „Dr. Giggles“ wird feinstes Genre Kino geboten.

Die Handlung wird flott erzählt, das Kanonenfutter spielt annehmbar und der Body Count stimmt auch. Die Highlights des Streifens sind ohne Zweifel die extrem bissigen Kommentare von Dr. Giggles (Larry Drake), die hohes Lachpotential aufweisen. Der Blutlevel ist OK, oft werden die eigentlichen Morde nicht gezeigt (MPAA?), trotzdem sind sie recht hart anzusehen. Vor allem der Flashback als sich der kleine Dr. Giggles aus dem Bauch der Mutter schneidet ist nicht von schlechten Eltern. Und so verwundert es schon, dass teilweise schon Splatterniveau erreicht wird, eher harmlose Kills dem Zuschauer aber vorenthalten werden.

Das größte Lob gebührt sowieso Larry Drake, der den Dr. Giggles so genial spielt, dass man sich niemand anderen in dieser Rolle vorstellen kann. Alleine die Mimik und das geisteskranke Kichern sind zum Verlieben.

Fazit: Gut gemachte Slasherunterhaltung, die sich sehr vom 08/15 Slasher abhebt. Daher gibt es für Freunde des Genres eine klare Guckempfehlung. The Doctor’s in!

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