Anders wie es der Titel "Holy Smoke" erwarten lässt,handelt dieser Film gänzlich nicht von irgendwelche rauchbaren Substanzen. Mit Smoke ist vielmehr der Dunstkreis gemeint, indem sich die Protagonistin "Ruth"(großartig gespielt von 'Kate Winslet') bewegt. Konkret gesagt geht es um die Art geistige Umnebelung, die verschiedene Gruppierungen auf unseren Erdball schon seit Jahrhunderten für ihre Machenschaften zu nutzen zu wissen, die geistige Erleuchtung oder was die jeweiligen Gruppierungen eben dafür halten. Der Film bewegt sich mit seiner Geschichte auf einem schmalen Grad zwischen Sympathie und Antipathie entlang, sodass man hin und her schwankt, wen man nun für verrückter hält, die von einem Sektenguru Gehirngewaschene oder Diejenigen die versuchen sie mit harschen Methoden davon loszureisen. Dabei wird man Zeuge einer beeindruckende Bandbreite an Bedürfnissen und Irrungen der menschlichen Psyche.
Etwas verdutzt war ich persönlich über das Ende des Streifens und wollte es zuerst als einen drehbuchtechnischen Fehlgriff abtun, der mir das positive Gesamtbild des Filmes ein wenig versaute. Als ich aber Tags darauf nocheinmal darüber nachdachte, schien mir die starke Symbolik, die der ebenfalls, saustark aufspielende 'Harvey Keitel' in seinem Charakter "P J Waters" durch seine Schlussaktion zu Tage zum Ausdruck bringt, als äußerst konsequent und in sich logisch.
Ganz Großes Kino bis zur letzten Minute.