Mit Feng Xiaogang schickt sich nun ein weiterer über seine erfolgreichen Dramen und Komödien etablierter Mainland-Regisseur an, genau wie Zhang Yimou und Cheng Kaige vor ihm, in den Gefilden Martial Arts-gespickter Kostümfeste zu reüssieren. Fengs THE BANQUET trägt dabei die Schwülstigkeit von Inszenierung und Spiel in Referenzwerken wie „Hero" und „The Promise" noch ein erhebliches Stück erdrückender auf. Vor allem Ge You und die mir, zugegeben, schon lange vor diesem Film verhasste Zhang Ziyi - immer zwischen nervender Zicke, berechnender Lolita und völlig ausgetickter Furie - sind in ihren überzeichneten Rollen unerträglich. Sie spielen große Gefühle ohne Leidenschaft. Es ist schlimm, den hohen Anspruch, welcher mit dieser Hamlet-Adaption vor der Kulisse des antiken China so unübersehbar verfolgt wurde, wirklich in jeder Einstellung und Geste, in jedem so wohlbedacht artikulierten Worte nachdrücklich aufgezwungen zu bekommen. Es ist einfach widerlich wie wichtig sich dieser Film nimmt. Wenn man sich an den betörend fotografierten Kulissen satt gesehen hat, dann verbleibt nach dem viel zu langen, viel zu behäbigen THE BANQUET vor allem ein Eindruck: langweilig.