Im Windschatten von "Saber Rider" ritten Ende der Achtziger die Galaxy Rangers in die Schlacht um die Gunst der Kids. Und das mit nicht zu verachtendem Erfolg. Zac und Goose & Co. avancierten, zumindest in Deutschland (wo die Serie seinerzeit auf Tele 5 gezeigt wurde) zu einer der beliebtesten Serien der damaligen Kindergeneration. Die zugrundeliegende Storyline ist schnell erzählt:
Zacharias "Zac" Fox ist in einer fernen Zukunft mit seiner Familie auf der Reise durch die unendlichen Weiten des Alls, als sie unversehens überfallen werden. Zwar gelingt Zac mit seinen beiden Kindern die Flucht, doch seine Frau wird von den Schergen der Drahtzieherin des Angriffs, der bösen Königin, gefangengenommen. - Zurück auf der Erde erfährt Zac, dass solche Entführungen sich in letzter Zeit häufen und er willigt ein einem neuen Eingreiftrupp beizutreten, der den Horden der Königin das Handwerk legen soll. So entstehen die "Galaxy Rangers", ein vierköpfiges Team von bionisch getunten Gesetzesvertretern mit individuellen Superkräften, die fortan für den Frieden in der Galaxis eintreten.
Die Einflüße des japanisch/amerikanischen Vorreiters "Saber Rider"sind mehr als klar zu erkennen. Ein vierköpfiges Team, dass in einem Wild West-angehauchten Science Fiction-Szenario den Kampf gegen einen übermächtigen Invasor aufnimmt. Selbst die mechanischen Reittiere der Rangers erinnern frappierend an Steed und Nova aus SR. - Die Serie schafft es aber doch mit genug eigenen Ideen und Flair aufzuwarten, um auf ihre ganz individuelle Art interessant zu sein. Lediglich die Königin als Main-Gegner hat eine gewisse unfreiwillige Komik und mag beim ein oder anderen berechtigte De ja Veus mit Disney's Schneewitchen hervorrufen. Im Gegensatz zu SR hat GR jedoch kaum eine fortlaufende Story. Der dünne Leitfaden mit Zacs Frau wird nur äußerst selten wieder aufgegriffen und so verbleibt fast jede Folge als autarker Handlungsstrang in dem sich die Truppe dem jeweiligen "Feind des Tages" zu stellen hat. Das läßt es der Serie ein bißchen an Storytiefe mangeln, was aber wohl bei einem für Kinder konzipierten Programm wohl auch nicht Richtlinie war.
Der Zeichenstil siedelt eher im westlichen Bereich an und bedient sich noch nicht der heute so populären Animecharakteristika. Er ist somit etwas detaillierter und realitätsnaher als die heutigen Kassenfüller aus Fernost. Bemerkenswert ist ein erstes und stimmiges Einfließen von Computergraphiken, was zu dieser Zeit ein absolut Novum darstellte. Auch die deutsche Synchro ist über die Maßen gut gelungen.
Abschließend ist Galaxy Rangers eine gute, unterhaltsame Serie mit sympathischen Charakteren. Wer Saber Rider gemocht hat, kann auch hier ruhig einen Blick riskieren. Was sich im Moment jedoch noch alles Andere als einfach gestaltet, ist doch bis dato lediglich eine UK-DVD mit nur zwei Episoden erhältlich. Für einen kultigen Nostalgieflash reicht das aber allemal. Wer noch ein bißchen Geduld aufbringen kann, dem sei gesagt dass eine dt. Veröffentlichung der Reihe auf DVD für 2005 bereits angekündigt ist.