Review

Mit " Blinde Wut " liefert Regisseur Phillip Noyce seinen ersten Kinofilm ab. Zwar ist der kurze Actioner eher im B-Bereich anzusiedeln, doch dank der professionelllen Inszenierung fällt das überhaupt nicht auf. Für Hauptdarsteller Rutger Hauer war es auf jeden Fall ein Höhepunkt in Sachen Actionfilme. Heute beschäftigt sich Noyce mit völlig anderen Filmen, wie zum Beispiel den Clancy Romanen ( Das Kartell, Die Stunde der Patrioten ). " Blinde Wut " zählt zu den Filmen, welche heute leider gar nicht mehr gedreht werden und man die Herkunft aus den 80er Jahren sofort erkennt.
Story:
Im Vietnamkrieg verlor Nick Parker ( Rutger Hauer ) sein Augenlicht, doch er wurde von einem im Dschungel lebenden Stamm zum Schwertkämpfer ausgebildet. Nun will er seinem ehemaligen Kumpel Frank ( Terry O´Quinn ) aus der Patsche helfen. Zuerst rettet Nick Frank´s Sohn Billy und will ihn zu seinem Vater bringen. Doch die Gangster hängen ihnen schon im Genick, aber mit der Kampfkraft des blinden Nick haben sie nicht gerechnet.

Mit einer Laufzeit von 83 Minuten stellt " Blinde Wut " einen sehr kurzweiligen und rasanten Actioner da. Die Story ist nicht der absolute Renner, doch die Sache mit dem blinden Schwertkämpfer gab es in Hollywood bis jetzt gar nicht. Im Grunde geht es nur um die synthetische Droge, der Aufhänger um die Darsteller von Actionszene zu Actionszene zu hetzen. Und davon gibt es reichlich in dem kurzen Film, man könnte sagen fast Non Stop. Hauptsächlich kann der Zuschauer sich auf spektakuläre Schwertkämpfe freuen mit einigen blutigen Details, wie abgetrennte Hand oder Torso. Sogar Sho Kosugi darf sich hier einen Fight leisten. Die Choreographien stimmen immer und Hauer macht seine Sache sehr gut, obwohl er in diesem Bereich keinerlei Kenntnisse hat. Ansonsten wird ein bisschen geballert, gejagt und es gibt eine ausgiebige Verfolgungsjagd. Zudem muss sich Nick noch mit Billy herumschlagen, die Beiden können sich anfangs überhaupt nicht leiden und behaken sich gegenseitig. Nick hat immer den passenden Onliner auf den Lippen, vor allem bei der Verfolgungsjagd als er blind Auto fahren muss. Die Gegnerseite stellt sich aber auch nicht gerade klug an und richtig ernst nehmen kann man das Ganze nicht, aber unterhalten tut es prächtig. Man beachte nur mal die beiden vertrottelten Brüder. Beim Score hat J. Peter Robinson gute Arbeit geleistet, bei der Kulisse verlässt man sich auf Panoramabilder und beinahe exotische Landschaftsaufnahmen. Besonders gekonnt wirkt die Vietnamkulisse.
Rutger Hauer schauspielert sich mit viel Humor und Talent durch seine schwere Rolle. Den blinden Schwertkämpfer nimmt man ihm auf jeden Fall ab. Terry O´Quinn gibt eine gewohnt gekonnte Leistung, genauso wie Meg Foster in einer Nebenrolle. Die Beiden standen schon gemeinsam in " Stepfather 2 " vor der Kamera. Auf der Fieslingsseit gibt es Leute wie Noble Willingham oder Randall Cobb zu sehen.

Fazit:
Kurzweilig und rasant umgesetzter Actioner mit viel Charme und Witz. Die Darsteller sind gut, die Action zahlreich vorhanden und spektakulär, zusätzlich mit einigen Härten versehen. Kulisse und Score passen, auch die gesamt Inszenierung. Die Grundstory ist auch hier nur ein Aufhänger, aber wer achtet schon bei der vielen Action darauf ?
Auf jeden Fall ein " echter Hauer ".

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