Nick Parker hat im Vietnam-Krieg sein Augenlicht verloren. Zähes Training im Dschungel hat aber aus dem unbeholfenen Blinden einen perfekten Schwertkämpfer gemacht. Als er Jahre später seinen ehemaligen Kriegskameraden, den jetzigen Chemiker Frank besucht, gerät der knallharte Nick mitten in einen heiklen Entführungsfall. Frank nämlich befindet sich in den Händen von Gangstern, für die er synthetische Drogen herstellen soll. Mit Billy, Franks 9-jährigem Sohn als Faustpfand, wollen die Verbrecher den Widerstand Franks brechen. Nick Parker jedoch haben die Verbrecher nicht auf ihrer Rechnung.
Der blinde Schwertkämpfer ist da in Asien durchaus ein bekanntes Motiv, das nun auch amerikanische Produzenten mal abklopfen wollten. Durch vietnamesische Ausbildung gelangt so ein gestrandeter G.I. zu außergewöhnlichen Fähigkeiten (man kennt das ja, durch Blindheit werden alle anderen Sinne geschärft) und ist so in der Lage auch ohne Augenlicht effektiven Kampfsport zu betreiben. Die Story die sich aalerdings nach der Rückkehr Nicks nach zwanzig Jahren in den vereinigten Staaten abspielt ist allerdings doch ziemlich naiv und nicht wirklich glaubwürdig.
So kommt der blinde Samurai mit dem Kind seines Kumpels, den er sucht, in die große Stadt, während der Knirps sich überhaupt nicht groß wundert, warum er mit einem Mann den er nie vorher gesehen hat durch die Prärie chauffiert (er weiß zwar nicht das seine Mutter getötet wurde, aber ich wäre mit dem wildfremden nun wirklich nicht mitgelaufen.Überhaupt ist diese ganze Beziehung ziemlich kitschig ausgefallen und mich hat der Kurze eigentlich nur genervt. Ebenfalls ziemlich doof ausgefallen ist die Jagd im Maisfeld. Da legen sich die Bösewichter einfach mal so mitten in einem Feld auf die Lauer, obwohl sie überhaupt nicht wußten oder wissen konnten, das da die beiden Protagonisten durchstiefeln, entweder waren da die Henchmen hellsichtig, oder das Script agierte ein wenig planlos.
Dafür hat Blind Fury einige gute Schwertkämpfe zu bieten, kommt zwar nicht ganz an die Kill Bill Aktionen heran, sorgt aber mal für Abwechslung im sonstigen Shootout Einerlei. Rutger Hauer spielt den blinden Rächer sehr gut, auch wenn er sich für meinen Geschmack etwas zu sicher auf fremden Terrain bewegt. Einige nette Sprüche lockern das ganze Geschehen zusätzlich auf, einige Charaktere sorgen sogar dafür, das die Action beinahe in Richtung Komödie abwandert. Für mich ein knapp überdurchschnittliches Werk, das aber auch seine Längen hat.
6/10