Nicht alle Donalds sind Rassisten
Vögel- und Länderkunde mit Donald Duck,
für dieses Fest der Sinne braucht man keinen Frack.
Zum Geburtstag bekommt die lustige Ente ein paar Geschenke,
und Erinnerungen und Reisen, an die er noch denken wird in Rente.
Von seinen gefiederten Freunden aus Südamerika kommen diese,
bunte Einblicke in Kultur, Leben, Musik und Farben, die helfen durch jede Krise.
In der Antarktis gibt’s den Start, über Argentinien bis Mexiko,
da wird getanzt, geflirtet, gelernt - isso!
Oft werden hier Klischees oder gar Rassismus vorgeworfen,
doch man muss einfach mal in sein Herz reinhorchen.
Von meinem Gefühl her feiert Donald hier eher seine südlichen Companeros,
und selten war auf der Leinwand bei einem Film aus den 40ern (!) mehr los.
Ganz klar eher im Stile von „Fantasia“ und surrealen Trips,
vielleicht ist das nur bedingt für die ganz kleinen Kids.
Natürlich haben die Länder noch mehr zu bieten als nur Samba und Sombreros,
doch gegen die ganz harsche Kritik war der alte Walt in diesem Fall doch etwas wehrlos.
Voll kreativem Drang, ein kinetischer Knall der Magie,
sowas sah man danach, erst recht vom Haus der Maus, fast mehr nie.
Mitten in die letzten Jahres des Krieges,
war das jedoch noch lange nicht das Ende des Liedes.
Fazit: ein experimenteller Trip durch Südamerika, surreal und rhythmisch, mit meiner liebsten Disneyfigur überhaupt. Eher hypnotisch und wild als erzählerisch und kindlich. Kein Klassiker für alle, aber dennoch interessant und mutig. Und ich sehe ihn auch nicht wirklich als negativ geschweige denn bösartig gegenüber den dargestellten Ländern, Kulturen und Menschen.