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Eine Hetzjagd durch die Natur: Betrachtet man die Filmhistorie, hat diese Idee schon eine lange Tradition. In „Graf Zaroff - Genie des Bösen" von 1932 kommt man schon auf die Idee, Menschen durch den Wald zu jagen und auch „Mörderischer Vorsprung" von 1988 behandelt ein ähnliches Thema wie „The Contract". Von Originalität kann man also hier in keiner Weise sprechen, obwohl Morgan Freeman und John Cusack durchaus passable Gegenspieler abgeben.

Die Story: Profikiller Frank Carden (Morgan Freeman) verursacht einen Autounfall und wird im Krankenhaus von der Polizei in Gewahrsam genommen. Bei seiner Überführung zum FBI, kommt es zu einem Hinterhalt und Frank versucht zu fliehen. Doch mit dem letzten Atemzug gelingt es einem U.S. Marshal, den zufällig anwesenden Wanderer Ray (John Cusack) und dessen Sohn Chris (Jamie Anderson) davon zu überzeugen, Frank nicht seinen Schergen zu überlassen, die dem Trio schon auf der Spur sind. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt in der Weite der Berge und Wälder...

Nach einem äußerst kryptischen Auftakt mit einer kolportierten Verschwörungsstory fängt sich „The Contract" wieder und entwickelt sich zu einer rasanten und spannenden Hetzjagd durch die Natur. Frank ist dabei offenbar der Anführer einer Gruppe von Terroristen, die ein Attentat auf den Präsidenten planen - zu scheint es zumindest. Deshalb versuchen die drei anderen Mitglieder seiner Truppe, ihn wieder zurück zu holen - bis auf einen von ihnen, der andere Pläne hat... Anhand dieser kurzen Inhaltsbeschreibung wird deutlich, dass sich die Autoren Stephen Katz und John Darrouzet nicht mit einer geradlinig erzählten Thrillerstory zufrieden gaben und stattdessen konstruierten, was das Zeug hielt. Regisseur Bruce Beresford („Stummer Schrei", 1994) ist jedoch darum bemüht, aus dem gelegentlich etwas überladen wirkenden Plot alles heraus zu holen. Spannend ist die Verfolgungsjagd mit ihren gelegentlichen gewalttätigen Eskalationen (einige blutige Shoot-Outs, brutale Kämpfe) und einigen netten Wendungen nämlich durchweg und Cusack und Freeman spielen gewohnt souverän. Dazu eine Prise Humor sowie hin und wieder von Kameramann Dante Spinotti ("Traffic", 2000) beeindruckend eingefangene Naturaufnahmenund und zuweilen eine düstere Atmosphäre machen einige arg papierne, unfreiwillig komische Dialoge ebenso vergessen wie die Tatsache, dass mit „The Contract" nicht wirklich etwas Neues erzählt wird. Der Film unterhält bis zum Ende auf solidem, wenn auch nicht außerordentlich hohem Niveau. Und ernsthafte Charakterzeichnung und Drama-Elemente - was sich anhand der problematischen Vater-Sohn-Beziehung angeboten hätte - erwartet dabei ohnehin niemand wirklich.

Fazit:
Spannende Verfolgungsjagd durch eine hübsche Naturkulisse. Handfesten Actionszenen und akzeptablen Darstellerleistungen stehen in „The Contract" eine etwas überfrachtete Story und einige dünne Dialoge gegenüber. Solide Unterhaltung aus weitgehend bekannten Versatzstücken; nicht mehr und nicht weniger.    

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