Review

Was macht man wenn eine klasse Sitcom wie „Eine schrecklich nette Familie“ langsam aber sicher der Saft ausgeht? Klar, ein quasi Remake mit anderen Schauspielern.


Jack ist ein Loser. Einen Job hat er nicht mehr, seine Ehe mit seiner grässlichen Frau Jennie ist die Hölle, die drei Kinder Tiffany, Ryan und Ross sind auch nicht besser. Also hat Jack nicht besseres zu tun, als den ganzen Tag Bier zu trinken und langsam aber sich dahinzusiechen. Jack findet einen alten Stoffhasen, Mr. Floppy, und plötzlich redet besagter Hase mit Jack. Natürlich ist jack nur ein wenig irre, aber so beginnt der Auftakt einer kuriosen Freundschaft...


Wer eine Folge sieht, weiß wirklich, wo er gelandet ist. Die Produzenten der Serie sind die selben wie bei „Eine schrecklich nette Familie“, so wundert es kaum, dass man die Chraktere nahezu 1:1 übernommen hat.
Beginnen wir mit Jack, den man auch Al nennen könnte. Ein Loser, der mit seiner Ehe unzufrieden ist. Als Pluspunkt kommt hier nur besagter Hase MR. Floppy hinzu, der den einen oder anderen bissigen Kommentar abliefert. So sitzt Jack später im Keller auf einer Couch (diese Ähnlichkeit) und redet mit dem Hasen, alles spielt sich natürlich im Kopf von Jack ab.
Auch Jacks Frau Jennie, ist eine Kopie von Peggy Bundy. Nervig, zwar eine etwas bessere Hausfrau, aber ansonsten ziemlich ähnlich.
Die Kinder hat man um den Faktor eins vergrößert. Statt Bud und Kelly gibt es nun Ryan, Ross und Tiffany. Immerhin war man so frei, die Intelligenz der beiden älteren Kinder zu tauschen. Ryan ist nun der Dummkopf, wobei er in Sachen Dummheit Kelly Bundy locker in den Schatten stellt, und dies ist nicht positiv gemeint.
Der normalste der Kinder ist noch Ross, vielleicht stellt er einen „Ersatz“ für den Bundy-hund Buck da, er war ja auch noch der normalste in der Familie. Jedenfalls besteht die Familie ebenfalls aus fünf Personen, wenn man Buck bei den Bundys mitzählt.
Last but not least Kelly Ersatz Tiffany. Zwar nicht dumm, aber dafür genau so freizügig wie besagte Kelly, nur Tiffany hat noch viel mehr in der Bluse, was auch oft genug in der Serie ausgenutzt wird. Eigentlich wird der männliche Zuschauer nur auf Nikki Cox’ Brüste fixiert.

Und sonst? Na ja, nicht viel. Mit seinem Vorbild kann sich die Serie bei weitem nicht messen. Manche Gags sind ziemlich gut, die Figur des Mr. Floppy überzeugt an vielen Stellen, dennoch ist die Serie kein Knaller. Zu ähnlich ist die Serie zu den Bundy, Jacks Frau nervt einfach nur und in den ersten Folgen muss man sich noch mit der tablettensüchtigen Mutter von Jennie rumärgern. Immerhin gibt es einige Gastauftritte von mehr oder weniger wichtigen Personen, am meisten ist mir da noch Kristanna Loken im Gedächtnis geblieben, die man mittlerweile als Terminatrix aus Terminator 3 kennt.


Fazit: Schlechte Kopie einer genialen Serie. Zwar hat die Serie auch ihre starken Momente, im Vergleich mit den Bundys zieht sie aber klar den kürzeren. Wer nichts erwartet, wird passabel unterhalten und kann so einige langweilige Stunden rumbekommen. Wer aber Ersatz für die Bundys sucht, wird bitterlich enttäuscht.

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