Review

Love and Marriage, Love and Marriage...

Ach halt, das is' ja gar nicht die "schrecklich nette Familie", sondern die... ach, wie heißen die gleich nochmal...?
Egal, die Truppe hier, bestehend aus zwei sich hass-liebenden Eheleuten und ihren drei missratenen Kindern, ist jedenfalls nahezu eine 1:1-Kopie der Bundy-Combo:
- der seine Familie und das Leben hassende Jack ist bis auf die Tatsache, dass er seine Hand nicht in den Hosenbund steckt, ein exaktes Abbild des Schuhverkäufer-Königs Al Bundy
- seine Frau Jeannie entspricht im Groben der faulen Peggy
- nur bei den Kindern findet ein Rollentausch statt: Hier ist der Junge der Doofe und das Mädchen, Tiffany, kommt geradezu einem Wunderkind gleich.

...wo wir gleich beim Thema und beim trifftigsten Grund, sich für "Auf schlimmer und ewig" und gegen "Married with Children" zu entscheiden, angelangt wären:
+++ Nikki Cox in der Rolle der Tiffany +++
Du heiliger Scholli... Wer bereits Christina Applegate a.k.a. die Dumpfbacke der Bundys, gelinde gesagt, recht attraktiv fand, dem wird beim Anblick von Tiffany das Herz so tief in die Hose rutschen, dass man Reanimation nur noch mittels Fellatio durchführen können wird.
In Sachen "sexy Outfits", "knappe Minis" und "straffe Blusen" setzt Nikki noch ordentlich eins drauf.
Diese endlos langen Beine - .....hmmmm.
Diese geile Mund - .....uuuuuuuh.
Und diese Monstertitten! - ......Öhm, ich muss mal kurz kalt duschen...

Aukey, wieder frisch und entspannt zu weiteren Highlights dieser Sitcom, die den "White Trash" und sein triviales Vor-sich-hin-vegitieren aufs Neue in unerahnte Höhen glorifizieren:
+++ Mr. Floppy - der sprechende, ständig sarkastische oder sexistische Kommentare ablassende Stoffhase und Jacks Alter-Ego +++
Floppy ist nicht nur eine Halluzination von Menschenfeind und Bierfreund Jack, sondern auch der Serien-Charakter, der die meisten Witze zu verbuchen hat.
Aber der Humor der Serie ist insgesamt als sehr gelungen zu bezeichnen, da er ziemlich derbe ausfällt, kaum Tabus kennt und den der Bundys locker in den Schatten stellt. Themen wie Sex, Pornographie, Selbstbefriedigung, Menstruationsbeschwerden, Fettleibigkeit, Elternmord und Brustvergrößerungen stehen an der Tagesordnung. Auch werden ständig Promis, wie Drew Barrymore, an die Floppy mindestens einmal pro Folge einen Liebesgruß entsendet, durch den Kakao gezogen und Bezug zu realen Geschehnissen (z.B. der O. J. Simpson-Prozess und die Lewinsky-Affäre) hergestellt.
Insgesamt kommt der Humor einer etwas familiengerechteren Version von "South Park" gleich. "Politically correct" ist das hier aber noch lange nicht...

Fazit:
Ich für meinen Teil würde "Auf schlimmer und ewig" nicht unbedingt als Abklatsch der "schrecklich netten Familie", sondern viel mehr als eine Art nette "Erweiterung" oder gelungene "Neukombination" bezeichnen.
Aber selbst wenn: "Futurama" klaut ja schließlich auch bei den "Simpsons", "Alle unter einem Dach" ist ein fürchterlich nerviges Plagiat der Cosby-Show, Madonna sampelt sich schön langsam durch jedes Jahrzehnt und Winona Ryder kann man auch nicht mehr unbeaufsichtigt Shoppen gehen lassen.
Hauptsache es unterhält und vertreibt für ca. 23 Minuten die Sorgen des Alltags.
Und das tun der sprechende Stoffhase und die geile Tittenmaus auf jeden Fall.

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