Review

Polizistenteam tourt via Zug zu einer Bergarbeitermiene auf dem Mars um einen Gefangenen abzuholen und ihn via Zug zurück in die Hauptstadt und zu seinem Prozess zu bringen. Doch dummerweise sind in jener 'Stadt' Pseudo-Zombies die Menschen die Köpfe abhacken und wie Möchtegern-Primaten rumgröhlen.
'Ghosts Of Mars' ist ein Film bei dem man sich fragt was sich John Carpenter wohl dabei gedacht hat. John Carpenter, der Vater von 'Halloween', Schöpfer von 'The Fog', 'The Thing' und 'Die Mächte des Wahnsinns' und Erfinder der Jamie Lee '*kreisch*' Curtis präsentiert hier einen Mix aus Power Rangers, Planet der Affen und B [B ist hier der Platzhalter für den schlechtesten Film den du kennst]. Wo fängt man bei dieser Filmmaterial-Vergewaltigung am besten an? Die Story an sich ist schon grausig. Irgendwelche Geister machen Menschen zu rumbrüllenden Irren die das Ziel haben alle 'Eindringlinge' auf dem Planeten Mars plattzumachen. Die Cops sehen die miese Situation, verbünden sich mit den Kriminellen und spielen Held-sein. Die gesamte Storyentwicklung ist sowas von bescheuert und unrealistisch das einem ab der 40. Minute echt schlecht wird. Dazu eine stumpfe Techno-Musik die dem Zuschauer sich schon ab dem Intro die Frage stellen lässt 'Mmmh, willst du nicht doch lieber die Garage aufräumen gehen?' und Dialoge bei denen sich selbst die Macher von 'Flesh For The Beast' vor Lachen bepissen würde. Mein persönliches Highlight: "Was ist mit deinem Bruder?" -"Er hat es nicht geschafft." -"Oh mein Gott. *abkratz*". Doch das ist noch nichtmal das schlimmste am Film, noch grausiger sind die Schauspieler und vor allem die Kämpfe. Was die Schauspieler angeht, so agieren diese noch unglaubwürdiger als frisch-kastrierte und zusammengeschlagene Kläger bei Richterin Barbara Salesch. Was Carpenter in dem Punkt auf den Zuschaer loslässt is wirklich unter aller Sau, man hat fast schon den Eindruck das diese die letzten Drehtage angesichts der Entwicklung des Films mit mehreren Flaschen Bourbon verbracht hat um den Mist überhaupt noch irgendwie fertig zu kriegen. Die Kampfszenen hingegen sind auch balla balla. Mal ein Vergleich: Da gibts die super-erfahrene Anführerin der Polizistengruppe die von einem einzigen 'Zombie' gekillt und enthauptet wird. Später im Film schaffen es aber einzelne Personen ála Power Ranger bzw. Steven Segal gegen bis zu 5 der Typen gleichzeitig zu kämpfen ohne überhaupt von Schusswaffen Gebrauch zu machen. Das sich die Viecher im Film aber 'Zombies' nennen find ich eh fast schon eine Beleidigung wenn man diesen Film mit Romeros Werken vergleicht. Das ist fast so, als wenn man sagen würde das die Teletubies blutrünstige Goblins seien. Ebenfalls grausig ist das Setting bei dem selbst ein kurzsichtiger mit einer Sehstärke von -3 ohne Brille erkennt das der ganze Film in einem billigen Studio gedreht wurde. Man sieht den Häusern an das sie künstlich gebaut wurden, man sieht dass das Ende der Staße mehr oder weniger die Studiowand ist, und die Explosionen sehen fürchterlich billig aus. Das einzig gute sind die Effekte, d.h. die Masken der 'Zombies' die wirklich überzeugen und auch eine gewisse Atmosphäre vermitteln. Und die Atmosphäre ist zu Beginn des Films ja garnichtmal schlecht. Düstere Räume, flackerndes Licht, blutige Gänge, mysteriöse Drähte die gespannt wurden - alles sher atmosphärisch, doch seltsamerweise gibt der Film all das au. Es bleibt unklar warum die Leichen aufgehangen wurden, es bleibt unklar warum die Köpfe abgetrennt wurden, es bleibt unklar wohin jene Blutspur im Gebäude überhaupt lief, und die Rolle des 'Anführers' der 'Zombies' bleibt ebenso unklar. All das geht im Geballer und Rumgesterbe unter, und in all dem unübersichtlichen Gemetzel fragt man sich am Ende des Films nurnoch 'Moment, was ist eigentlich mit dem und dem passiert?'.
Insgesamt kann man sagen: 'Ghosts of Mars' ist scheisse. Die Masken sind gut, der Rest ist zum Kotzen, besonders Musik, Schauspieler und Dialoge. Nicht zu vergessen auch die Kulissen. Nicht gucken, auch wenn das Cover vielversprechend aussieht.

2/10 - wegen der Masken, weil man nicht oft sieht wie sich Besessene Nägel in die Wangen bohren x)

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