Zuerst mal das Positive:
Gleich zu Beginn vermag der Film mit seinen düsteren, staubigen und trashigen Kulissen mit Unterstützung des guten Metal-Soundtracks eine recht angenehme Atmosphäre zu schaffen…das war’s aber auch schon auf der Positiv-Seite.
Dass der Film mein persönlicher „SCHEISSDRECK DES MONATS“ ist, liegt an vielen Sachen:
Da wären zuerst mal die ersten 50 Min. in denen rein gar nix passiert. Die Leute quatschen am laufenden Band und fragen sich warum’s hier keine Leute gibt, ohne eine Antwort darauf zu erhalten, laufen ein wenig in der Gegend rum und suchen Williams, alles furchtbar langweilig. Zwischendurch gibt’s mal eine ultrakurze Zombieattacke, die aber den Wachhaltekaffee auch nicht im Geringsten ersetzen kann.
Nach 50 Min. gibt’s dann endlich mal ein Zusammentreffen mit den Zombies, was statt Gänsehaut nur lautes Gelächter meinerseits auslöste. Die Zombies sehen aus wie eine Mischung aus einem Mitglied der Musikgruppe Kiss und einem Zirkusclown und bewegen sich nicht im Geringsten zombieähnlich. Die Kämpfe sind sehr übel choreografiert und langweilig, den Statisten sieht man die Demotivation deutlich an. Einziges Highlight sind ein paar Ansätze von Splattereffekten, die aber ebenfalls keinen Gorehound hinter dem Ofen vorlocken dürften, es fließt sehr wenig Blut.
Die Spezialeffekte sehen ebenfalls künstlich aus, sei es das teils schlimme Make-Up (siehe oben), die viel zu platziert wirkenden Explosionen oder die misslungenen ComputerFX (Die Entdeckung der Marsgeister: „The Fog“ hatte da bessere Nebeleffekte)
Ist das erste Scharmützel mit den Zombies (Gott sei Dank) vorbei, geht es wieder mit Langeweile weiter. Jetzt wird überlegt, was das da draußen für Dinger sind. Das Denken dauert sehr lange, ungefähr eine halbe Stunde, nebenbei wird noch über einen Fluchtplan nachgegrübelt und die Überlebenden gehen sich gegenseitig an die Gurgel.
Nun geht es dem Ende zu und die Handlung versinkt in bodenloser Dummheit:
Man findet also heraus, dass die Geister von den Arbeitern Besitz ergriffen haben und bei deren Tod sie sich neue Wirte suchen…und was machen diese Deppen??? Statt sie nur niederzuschlagen töten sie sie…und wundern sich dann, wenn immer mehr der Überlebenden zu Zombies mutieren.
Doch das ist noch nicht alles: Hat man sich dann durch die Zombies zum Zug gekämpft wobei die Kämpfe viel zu schnell geschnitten sind und qualitativ identisch mit der 1. Kampfszene sind, und ist in Sicherheit, entschließt man, dass man ja noch mal zurückfahren könnte, um das Atomkraftwerk in die Luft zu jagen und die Zombies so zu vernichten. Gesagt, getan, aber leider rollt nun eine Marsgeister-Nebelbank auf die Marshauptstadt zu, denn man hat nur die Hüllen vernichtet, nicht die Marsgeister selbst, was aber vorher offensichtlich war, aber leider wohl nicht für die Figuren – Unlogik pur!
Zum Schluss ein Wort zu den Darstellern:
Die gezeigten Leistungen sind schlicht miserabel. Natasha Henstridge macht mit ihrer Ausdruckslosigkeit den Herren Schwarzenegger und Stallone locker was vor (sie zeigt am Ende tatsächlich mal den Ansatz eines Lächelns *g*), nicht mal ihre übliche Nacktszene hat sie im Film. Die restlichen Darsteller sind nicht viel besser, vor allem von Pam Grier hat man schon viel Besseres gesehen. Lediglich Ice Cube spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten, jedoch nimmt man ihm seinen Filmcharakter nicht so recht ab.
Fazit:
Wer sich den Film kaufen will, hat zu viel Geld! So ein übles Machwerk habe ich noch nie im DVD-Player liegen gehabt. Was man mit 28 Mio. $ anstellen kann, hat Pitch Black überzeugend bewiesen, in dieser Film ist allerdings nur Geldverschwendung. Selbst Trash-Fans wie ich sei vom Kauf des Films abgeraten!