Es ist kaum vorstellbar, dass dieses unsinnige Machwerk von einem der größten Regisseure des modernen Horrorfilms geschrieben und inszeniert wurde.
John Carpenter, Schöpfer zeitloser Klassiker wie "Halloween", "The Fog", "The Thing" oder "Die Klapperschlange" hat mit "Ghosts Of Mars" eindeutig den Tiefpunkt künstlerischen Schaffens erreicht.
Von Spannung und unheimlicher Atmosphäre, die seine bisherigen Werke stets auszeichneten, ist hier nichts zu spüren. Stattdessen bedient er sich hemmungslos bei anderen Filmen und verarbeitet diverse bekannte Versatzstücke zu einer kruden und langweiligen Mischung, bei der sich unglaubwürdig agierende Schauspieler und lächerliche Dialoge die Klinke in die Hand geben und unfreiwillige Komik für einen nicht gewollten Trash-Appeal sorgen.
Nebenbei vergewaltigt Carpenter seinen eigenen Klassiker "Assault" und langweilt mit einer in Rückblenden erzählten Story, die genauso nervt wie der von Jason Statham gespielte Charakter.
Ein mit schlecht choreographierten Kampf- und belanglosen Splatterszenen aufgepepptes B-Movie auf unterstem Niveau, bei dem es unfassbar erscheint, daß ein Virtuose wie John Carpenter etwas mit diesem Streifen zu tun hat. Mit diesem Schrott hat er sich kein Denkmal gesetzt, sondern sich selbst zu Grabe getragen.
Nur der Score zu den Credits erinnert an Carpenters frühere Werke, der Rest ist belanglos, uninteressant und gehört auf den Mars verbannt.
2 von 10 Punkte!