Eine Polizeieinheit auf dem Mars der Zukunft macht sich auf, um den gefährlichen Gefangenen Williams (Ice Cube) zu überführen. Als sie bei der Kolonie eintreffen, müßen sie feststellen, dass sie menschenleer ist. Nur einige Gefangene haben überlebt, der Rest hat sich aufgehängt oder wurde von Besessenen gemeuchelt. Es handelt sich hierbei nicht um eine x-beliebige Besessenheit: freigelassene Geister haben die Kontrolle über die Bewohner übernommen, welche sie zu diesen Akten treiben. Nachdem Commander Helena Braddock (Pam Grier) den Wilden zum Opfer fällt, übernimmt Sergeant Melanie Ballard (Natasha Henstridge) das Kommando. Aber um zu flüchten, müssen sich die Gesetzeshüter mit den Kriminellen verbünden.
Zugegeben, die Story klingt interessant und einfallsreich, doch die Umsetzung ist spartanisch. Von John Carpenter ist man besseres gewohnt, und Fans laufen Gefahr mit "Ghosts of Mars" leicht enttäuscht zu werden. Leider fehlt es dem Sci-Fi-Abenteuer an den grundlegensten Dingen. Spannung kommt eigentlich fast nie auf, dafür darf man sich über umso mehr logische Fehler freuen. Auch die Special Effects könnten besser ausfallen, bis auf einige vereinzelte Goreeffekte hält man sich hier arg zurück und bietet kaum brauchbares. Mich wundert, dass es Carpenter in "Ghosts of Mars" nicht im Geringsten schafft, Spannung aufkommen zu lassen. Wenn die Polizisten durch die verlassenen Gefängnisgänge schleichen, kommt dezent gesagt eher leichte Langeweile auf. Auch wenn die Crew bemüht war eine gute Atmosphäre zu schaffen, muß man leider sagen, dass dies nicht im geringsten gelungen ist. Dem Streifen fehlt es an Intensitivität - man ging hier so Einiges viel zu salopp an. Aus der Idee und der Story hätte sich mehr, ja viel mehr rausholen lassen. Die Charaktere sind leblos, sie sind alle doch recht klischeehaft geworden. Man kann sich wohl kaum mit ihnen anfreunden, noch wird man auch nur einer Figur, die im Laufe der Handlung stirbt, nachtrauern. Kurz gesagt, hinter "Ghosts of Mars" verbirgt sich eine nette Idee, die leider grottenschlecht umgesetzt wurde. Es fehlen gewisse Spannungsmomente, eine passende Atmosphäre und die Special Effects sollten um einiges besser sein. Die Kampfszenen sind 08/15, simpelste Hollywood-Klopperei ohne besonderen Reiz, auch hier gibt es besseres im Vergleich. Nett anzusehen sind wie schon gesagt einige Goreszenen, selbst wenn diese hätten gekonnter inszeniert werden können.
John Carpenter versteht sein Fach, normalerweise bürgt sein Name für vorzeigbare Filme, aber bei "Ghosts of Mars" hat er sichtlich daneben gegriffen. Hier hätte man sich mehr Zeit nehmen und mehr Liebe zum Detail beweisen sollen. Aus der Idee hätte sich sicher ein brauchbarer Film machen lassen - was man allerdings hier geboten bekommt, ist unterdurchschnittlicher Sci-Fi-Abfall, der auch als TV-Produktion durchgehen hätte können. Zu bewundern gibt es eine sexy Natasha Henstridge, aber das wars leider schon.