Review
von aanrud
Dieser Film macht Spaß, insbesondere wenn man das Ninja-Genre mag. Auch wenn die deutsche Nummerierung es nahelegt, hat dieser Film inhaltlich nichts mit dem Film "Die Rache der Ninja" zu tun, in dem Shô Kosugi zwei Jahre zuvor an der Seite Franco Neros noch einen Bösewicht spielen musste.
Der Film hält sich nicht mit einer großen Vorgeschichte auf (vielleicht ist dies aber auch die Vorgeschichte) - Ninjakämpfer überfallen das Anwesen Cho Osakis und töten nahezu alle Anwesenden. Als Cho mit seinem amerikanischen Freund Branden dazu kommt, gelingt es ihm noch einige der Angreifer auszuschalten, kann dann aber nur noch seine Mutter und seinen jüngsten Sohn retten. Branden schlägt ihm vor, nach dieser Katastrophe Japan zu verlassen und in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Cho geht auf diesen Vorschlag ein, nicht ahnend, dass sein "Freund" den Überfall inziniert hat, um Osaki in die USA zu locken. Dort will er dessen Geschäft als Umschlagsplatz für seinen Drogenhandel nutzen. Als schließlich die Machenschaften Bradens Chos Restfamilie bedrohen, verwandelt dieser sich (einer alten Familientradition folgend) selber in einen Ninja und beginnt einen Rachfeldzug.
Keiner erwartet bei einem solchen Film besondere schauspielerische Fähigkeiten - und tatsächlich agieren die Hauptdarsteller eher "bescheiden". Dieses Unvermögen wird aber durch die kampfsportlichen Fähigkeiten der Mimen mehr als aufgewogen. Das gilt nicht nur für Shô Kosugi, der hier endlich eine Hauptrolle spielen darf, sondern auch für seinen Gegner Braden, gespielt von Arthur Roberts, und für Osakis Sohn, der von Kane Kosugi (dem echten Sohn Kosugis) verkörpert wird.
Inszeniert wurde der Film von Sam Firstenberg. Dabei spart er bei der Darstellung nicht mit Brutalität (zum Beispiel wird in der ersten Szene ein Kind mit einem Wurfstern getötet), so dass man sich schon wundert, dass die FSK es bei einer Freigabe ab 18 Jahren belassen hat.
Insgesamt ist der Film ein gelungener B-Actionkracher, geradlinig (ohne viel Schnick Schnack) inszeniert und versteht es zwar nicht unbedingt mit der Handlung, dafür aber um so mehr mit Action und Kampftechniken zu überzeugen.