Bei Ausbruch des US-Bürgerkrieges wird Lokführer Johnny Gray nicht für den Kriegsdienst zugelassen. Doch als sein geliebter Zug, der General, entführt wird, nimmt er die Verfolgung auf.
Eigentlich ist es eine Schande, dass ich bei rund 5.800 gesehenen Filmen (plus Dunkelziffer) bisher noch keinen einzigen Film von oder mit Buster Keaton gesehen habe. Im Gedenken an seinen Todestag schließe ich nun endlich diese Lücke und zudem gleich das Jahr 1926 auf der Liste meiner Reise durch alle Filmjahre abhaken.
Der General dürfte wohl zurecht ein Klassiker sein, sprüht er doch über vor Kreativität und ist teils herrlich absurd, ohne je albern zu werden. Dabei ist die Gagdichte enorm hoch und Buster Keaton schafft es sogar, eine Menge davon wie beiläufig aussehen zu lassen.
Der Aufwand muss gigantisch gewesen sein, denn die Action sieht verdammt gut aus und so manche Szene hätte noch Jahrzehnte später einige Filme adeln können. Allein die Leichtigkeit, mit der Keaton ständig über den fahrenden Zug balanciert, ist höchst beeindruckend und hätte in späteren Zeit für diverse Herzinfarkte bei Produzenten gesorgt.
Das Tempo ist extrem hoch, dennoch schleichen sich hie und da ein paar kleine Längen ein und das Happy End war mir persönlich dann doch zu drüber. Aber das ist Geschmackssache und schadet dem Film als Ganzes kein bisschen.
Allerdings mochte ich die Farbgebung nicht. Anstatt coloriert hätte ich ihn lieber in schwarz-weiß gesehen.
Tolle Slapstick-Komödie. Ein zeitloser Klassiker.