Irgendwo im Dschungel: Der Anführer eines geheimen Guerillacamps lässt aus den umliegenden Dörfern Frauen entführen, die seinen Männern nach getaner Söldnerarbeit als Lustsklavinnen zum Abreagieren dienen sollen. Die liebreizende Angela (Ada Tauler) erobert das Herz des Rebellenführers und zieht damit den Hass der Zellenkolleginnen und der weiblichen Kapos auf sich…
Die Liaison aus Regisseur Jess Franco und Produzent Erwin C. Dietrich hatte bereits einige – in Fachkreisen zerrissene, in Fankreisen hochgelobte – Früchte hervorgebracht. Ein weiteres Produkt ihrer „Frauencamp“-Ära ist FRAUEN IM LIEBESLAGER, ein nach ähnlichem Schema (Titten) wie die anderen Frauenknastfilme ablaufender Schmachtfetzen. So werden wieder pausenlos in der Gemeinschaftsdusche Euter eingeseift und freilich gilt der FKK-Zwang auch für die weiblichen Aufseherinnen. Heldin der Gefängniserotik ist dieses Mal die gänzlich unbekannte Ada Tauler. Diese ist keine Lina Romay, keine Karine Gambier und schon gar keine Brigitte Lahaie, hat zwar auch dicke Glocken, kommt aber nicht an die Klasse der Erotikstars ran, die sich in ähnlichen Franco-Werken die Ehre gaben. Die mangelnde Geilheit der Protagonistin wird ganz clever mit ein paar kleineren Gewaltexzessen kaschiert. Geboten werden Auspeitschungen, eine Zwangsentjungferung mittels Gerte und einmal Stiefel lecken bitte. Über das „Frauenverachtend – ja oder nein“ muss man im Grunde bei Frauenknastfilmen nicht mehr diskutieren: Natürlich sind derartige Filme frauenverachtend! Und nein, in der Realität ist frauenverachtendes Verhalten natürlich nicht akzeptabel. In der Fiktion kann so was aber durchaus Spaß bereiten. Ist man also Feminist und gegen die Abwertung von Frauen, insbesondere deren filmische Zurschaustellung, so sollte man es mit solchen Filmen einfach bleiben lassen.
Was noch: Der Guerillacamp-Anführer ist ein Crocodile-Dundee-Verschnitt mit einer Halskette aus Zähnen. Dieser hält sich einen Papagei, der permanent “Dirty Bit” krächzt, zumindest in der englisch sprachigen Fassung. Eine visionäre Anspielung auf den Black Eyed Peas-Hit? – Wer weiß.
Der Streifen ist grob betrachtet eine einzige Balzorgie und Busenschau, bei der jeder mit jedem rummacht. Nicht ganz so frech-fröhlicher Unterhosenzauber wie FRAUENGEFÄNGNIS, FRAUEN FÜR ZELLENBLOCK 9 oder GEFANGENE FRAUEN, für Franco-Jünger aber durchaus einen Blick wert. Dazu mit einem mehr als poetischen Finale gekrönt: “He’ll Never Satisfy You. That Will Be Your Punishment."
Sex: (+)(+)(+)(-)(-)
Gewalt: (+)(+)(-)(-)(-)
Story / Thrill: (+)(-)(-)(-)(-)
„Fuck Her For Freedom And Equality!“
Fazit:
„Direkt aus dem Knast, du Spast!“ – Erotiksleaze im FKK-Gefängnis. Nett.