Alle Kurzkommentare


3

Es ist schon wirklich ein Hundeleben... wenn man sich der Vollständigkeit halber alle Teile einer solchen Filmreihe antut. Die zweite obskure Weltreise der italienischen Mondo-Dokumentarfilmer ist denn auch wieder das Gleiche wie gehabt, nur halt mit einer komplett neuen Palette von Absonderlichkeiten. Etliche Minuten lang schwelgt das eingefangene Bildmaterial in schmalziger Südseeromantik von Vorgestern, denn ein Trip zu den Hula-Hula-Mädchen war zur Entstehungszeit des Streifens für uns Eurpäer noch etwas ganz Abenteuerliches und Ausgefallenes. Wenn zwischendurch auch mal ein Tier vor laufender Kamera getötet wird oder erstmalig ein Mensch oder wir Zeuge eines medizinischen Eingriffs an einem Haustier werden, dann stellt das schon das damalige Maximum an Härte dar. Wohin diese Sorte Film mit ihrer ständigen Suche nach neuen Sensationen führen würde, war aber schon abzusehen.

5

Mondo Cane 2 kann nicht die Klasse des ersten Teils erreichen. Er wirkt wie ein Recyclingprodukt oder eine Resteecke hiervon. Wirklich schockierend sind die Bilder von Kindern, die absichtlich verkrüppelt worden sind, um als Bettler anschaffen gehen zu können. Alles andere ist deutlich flacher als MC1. Eine Altersfreigabe ab 16 hätte hier ausgereicht. Manch Beitrag im TV heutzutage löst mehr Entsetzen aus. Für Freunde der Völkerkunde und Nostalgiker der 60er Jahre dennoch einen Blick wert.

3

Im Gegensatz zum Vorgänger ist "Mondo Cane 2" nur noch eine ziemlich langweilige Kuriositätenschau, die einfach zu "pointless" wirkt, um zu schockieren. Das interessanteste Detail ist sicherlich, das Jacopetti mit der Selbstverbrennung des Mönchs erstmals die Darstellung des Todes eines Menschen wagte. Ansonsten: Nur für Mondo-Komplettisten.

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