Als die amerikanische Botschaft in die Luft gesprengt wird und Ricky Tan, der Ex-Partner von Lees ermordetem Vater in Verdacht gerät wächst auch Lees persönliches Interesse an dem Fall. Bei der Konfrontation auf Tans Boot beteuert dieser jedoch seine Unschuld und wird von einer kampfeslustigen Furie in die ewigen Jagdgründe befördert. Für die Polizei sieht die Liquidation Tans wie ein interner Bandenkrieg aus. Gegen den Willen der amerikanischen Behörden verfolgen Lee und Carter eine Spur, die sie nach Los Angeles und später nach Las Vegas führt. Dort kommt es dann auch zum finalen actionreichen Showdown.
Es ist die alte Hollywood Regel. Wenn ein Film mit mittleren Produktionskosten den Machern an der Kinokasse einen veritablen Reibach beschert, dann kann es bis zur Fortsetung nicht mehr lange dauern. Neuerungen an der Story sind meist unerwünscht und so geht man nach dem Motto schneller, höher, teurer ans Werk und hofft die Fans des Vorgängers schwemmen nochmals die Millionen in die Kassen.
Das alles trifft zwar auf Rush Hour 2 auch zu, aber das Werk ist durchaus geglückt, auch wenn Teil eins immer noch der Beste Streifen der Trilogie ist. Die Chemie zwischen Jackie Chan und Chris Tucker funktioniert immer noch hervorragend, wenn die beiden sich launige Wortgefechte liefern. Lee, der ruhige Asiate, und Carter, der ständig quasselnde Vorzeigeschwarze, müssen sich zur Abwechslung zunächst erstmal in Lee´s Welt Hong Kong rumschlagen, wo zwei US-Agents totgebombt werden, und die beiden sich in ihrer Freizeit als Hobbyermittler betätigen. Später wechselt die Szenerie nach Las Vegas, wo die beiden Buddies sich im Hotel dem großangelegten Geldfälscherring auf brachial gewohnte Art widmen können.
Wenig Neues tut sich dabei an der Ideenfront, aber das kann von mir aus auch so bleiben, solange die Erfolgsformel so spaßige Action-Buddy-Komödien ausspuckt wie hier. Allein über die köstlichen Übersetzungsfauxpas konnte ich herzhaft lachen (primitiver Humor, aber er funktioniert). Klar das auch die Action wieder nicht zu kurz kommt. Chan slapsticked sich erneut quer durchs Mobilar, es macht einfach Spaß zuzusehen, wie die beiden unblutig sich durch die Gangsterhorden kloppen.
Allerdings sind auch im Vergleich zu Teil eins ein paar eher uninteressante Passagen zu verzeichnen, was ab und zu leichte Anflüge von Leerlauf zuläßt, aber das Gesamtpaket ist immer noch stimmig. 2007 folgte noch ein weiteres Sequel, aber danach war die Reihe berechtigterweise zu Ende.
7/10