Lee und Carter sind zurück und diesmal machen sie Lees Heimat unsicher - zumindest am Anfang.
Diesmal ist es Carter, der mit der Kultur und den Geflogenheiten zurecht kommen muss, wobei er das Handicap hat überhaupt nicht die Sprache zu sprechen. So gibt es einige, schon mehrfach in anderen Filmen gesehene, Gags, in denen Carter irgendwelchen Müll auf chinesisch erzählt.
Besser sind da schon die Referenzen zum ersten Teil, zum Beispiel wenn diesmal Carter Lees CD anfasst.
Natürlich dürfen im Hongkong- Part auch einige Klischeegags nicht fehlen, wie Karaoke und Massagesalon. Aber so wenig innovativ das Ganze auch ist - es unterhält genau wie in Teil 1 prima. Allerdings sind schon einige Abnutzungserscheinungen festzustellen.
Da hilft es auch nicht wirklich, wenn das ungleiche Duo noch zwei mal die Location wechselt (L.A. und Las Vegas). Und so gibt es wieder eine leidlich spannende, aber dafür temporeiche Handlung, die immer wieder Platz für nette Sprüche, Gags und mehr oder minder spektakuläre Stunts bietet. Beispielsweise prügelt sich Chan an einem Bambusgerüst mit allerlei Schurken.
Die Story ist dabei dem ersten Teil im Aufbau doch erstaunlich ähnlich: Wieder gibt es einen Plottwist (der allerdings gar nicht überraschend ist) und Lee geht der ganze Fall wieder Mal persönlich an. Dazu gibt es wieder einen bekannten Informanten Carters der den entscheidenden Hinweis liefert + einer weiblichen Helferin.
Aber ein spannender Thriller/ Krimi will "Rush Hour 2" ja auch gar nicht sein.
Fazit: Genau wie Teil 1 haben wir es mit einer unterhaltsamen Buddy- Action- Komödie zu tun, die über die gesamte Laufzeit zu unterhalten weiß. Tucker/ Chan bieten eine gute Show, wobei ersterer streckenweise zu präsent ist, sprich zuweilen etwas nervt.
Also, der Film macht Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug. Da lasse ich die Ideenlosigkeit noch mal durchgehen. Im dritten Teil aber bitte mal etwas "Neues". (7/10)