„Mondo Cane 5“ bildet den Abschluss der Reihe, auch wenn nur die ersten beiden Filme mehr als nur den Titel gemeinsam haben. Im Gegensatz zu den unsäglichen vorigen Teilen kann man diesem hier eine gewisse Qualitätssteigerung zugestehen.
Zwar muss man auch hier den stümperhaften Kommentar (jedoch mit mehr Elan gesprochen als in Teil 3 & 4) und die teilweise stark voyeuristischen Szenen kritisieren dennoch andelt es sich um die deutlich beste der drei Quasi-Fortsetzungen. Das liegt einerseits an der Thematik die sich nun wieder voll und ganz auf die verschiedensten Naturvölker der Erde und erspart uns größtenteils widerliche Bilder. Am härtesten sind die üblichen Tier-Snuff Szenen anzusehen, von denen es aber glücklicherweise nicht allzu viele zu sehen gibt.
Wie im Mondo-Genre üblich gibt es viele pseudomoralische und pseudokritische Bemerkungen zur Natur und zu den verschiedenen Stämmen. Der Informationsgehalt ist zwar etwas höher als bei Null, im Vergleich zu richtigen Dokumentationen aber erbärmlich. Die früher schon nicht krassen Szenen werden heute wohl niemanden vom Hocker reißen, da gibt es manchmal schockierenderes bei „Galileo“ zu sehen. Allgemein wird hier nicht groß Wert gelegt auf eklige Details oder schockierende Todes-Szenen sondern eher auf die Darstellung sexueller Eigenheiten. Bizarre oder gar anstößige Sequenzen gibt es hier nicht zu sehen und die Informationen sind mehr als nur fragwürdig. Aber das ist ja nichts Besonderes im Genre…
Zur Technik gibt es nicht viel zu sagen, insgesamt lässt sich sagen das es wenigstens keine wirklich gefälschten Szenen gibt. Nur ein paar eingestreute Hardcore-Szenen, angeblich heimlich gefilmt, halte ich für inszeniert. Der Score ist unspektakulär und oft kaum vorhanden Dank dem weitesgehenden Verzicht auf extremes Material bleibt der Film anschaubar und trotz einiger rassistischer Kommentare wird es selten wirklich menschenverachtend. „Mondo Cane 5“ lässt sich am besten vergleichen mit den Mondos der Brüder Castiglioni, kann aber niemals mit solch kontroversem Material aufwarten wie zum Beispiel „Africa Ama“ oder „Magia Nuda“.
Fazit: Halbwegs interessanter Mondo mit recht hohem Unterhaltungswert, dennoch nur für eingefleischte Fans und Komplettisten empfehlenswert.
03 / 10