Review

Der Elektronik-Fachmann Tom Cathral wird von seinem alten Kumpel Jack Mitchel für vermeintlich harmlose Abhör-Aufträge und dergleichen als Mitglied der Spezial-Einheit "The Retrievers" angeworben... doch schnell geht ihm ein Licht auf, dass es sich bei den "Retrievers" in Wahrheit um einen Killer-Trupp handelt, der im Auftrag der Regierung ohne mit der Wimper zu zucken die Drecksarbeit erledigt. Nun soll der Ex-Agent Danny Burke eliminiert werden, der nach seinem Ausstieg ein Buch geschrieben hat, in dem er die geheimen Machenschaften der CIA enthüllt und Namen nennt, was die Hintermänner arg in die Bredouille bringen würde. Da Tom spontan die Seiten wechselt, wird seine Freundin Lisa ebenfalls ermordet, woraufhin dieser gemeinsam mit Dannys jüngerer Schwester Janice die Flucht vor den Auftragskillern der "Company" ergreift und versucht, einen Verleger aufzutreiben, der bereit ist, das besagte Manuskript zu veröffentlichen... Die Geschichte, die einem "The Retrievers - Zum Töten abgerichtet" da brühwarm auftischt, würde heutzutage in der Form beim besten Willen nicht mehr funktionieren... ein schneller Leak des MacGuffin-Manuskripts im Internet und die Handlung wäre nach fünfzehn Minuten gegessen! Das Ganze wird damit zu einem prima Beispiel dafür, wie so ein dekadenaltes Billig-Filmchen nicht nur formal aus der Zeit fallen, sondern eben auch inhaltlich vom technologischen Fortschritt überholt werden kann. Tja, Pech gehabt, dag' ich da nur! Zugegeben wäre es aber auch wirklich kein großer Verlust, wenn Elliott Hongs Streifen - den die meisten wohl eh nicht (mehr) auf dem Schirm haben dürften - irgendwann in den letzten vierzig Jahren tatsächlich gänzlich der Vergessenheit anheim gefallen wäre, denn so wirklich von Belang ist das alles nicht. Zugegeben, die Eingangs-Sequenz überrascht da zunächst mit einem Heckenscheren-Kill wie in 'nem Horrorfilm bevor dann anschließend wenig zimperlich eine komplette Familie inklusive Kindern über den Haufen geballert wird, aber auch der im weiteren Verlauf immerzu recht ruppige Gewalt-Grad sorgt nicht wirklich dafür, dass man "The Retrievers - Zum Töten abgerichtet" - selbst im reinen Actiongülle-Segment, wo die Messlatte ja sehr viel niedriger liegt - als passablen Vertreter seiner Gattung empfindet. Ungewohnt wirken da allenfalls noch die kalifornischen Drehorte (gemeinhin wurde so ein Rotz damals ja gerne auf den Philippinen runtergekurbelt), die das latente C-Film-Ambiente aber auch nicht wirklich aufwerten. Die unterirdischen Darsteller-Leistungen passen sich da wunderbar dem miesen Gesamt-Eindruck an... ebenso die zwischendurch immer wieder mal eingeschobenen Fights, die "unauffällig" hochgespeedet wurden, um sie etwas spektakulärer aussehen zu lassen, was ziemlich in die Buxe gegangen ist. Sämtliche nett gemeinten Bemühungen der Macher, da trotz allem doch irgendwie für ein paar Schauwerte zu sorgen, erweisen sich da als gänzlich sinnlos, denn letzten Endes verbreitet "The Retrievers - Zum Töten abgerichtet" doch nichts als Langeweile und geht damit als Beleg dafür durch, dass selbst so 'ne ganz schlicht konzipierte Genre-Ware ohne Anspruch und Ambitionen, mehr zu sein, doch ein einigermaßen funktionales Drehbuch benötigt.

3/10

Details
Ähnliche Filme