Review

Die mexikanische Produktion "Amores Perros - Von Hunden und Menschen" stellt ganz ohne Zweifel ein kleines cineastisches Meisterwerk dar. Geschildert werden insgesamt drei Haupt-Handlungsstränge, die in einer einzelnen schicksalhaften Begebenheit zusammengeführt werden. Sicherlich ist diese Erzählmethode in letzter Zeit doch etwas häufiger verwendet worden, zu fesseln vermag Alejandro González Iñárritus schonungslos vorgetragenes Verliererdrama trotzdem bis zur letzten Minute. Dies gelingt nicht zuletzt durch die sehr einfühlsame Darstellung seiner im wahrsten Sinne des Wortes vor die Hunde gehenden Menschen, die technisch beeindruckend schlichte Umsetzung und das starke Spiel der hierzulande völlig unbekannten Darsteller. Da kann man nur ehrfürchtig den imaginären Hut ziehen und sich nachhaltig fragen, wieso Hollywood stets Abermillionen von $ benötigt, um halbwegs ansprechende Unterhaltung zu produzieren. Dabei ist das einfachste Leben doch ganz zweifellos am interessantesten, von intensiverer Tragik und packenderer Dramatik als jede noch so aufwendige Kitschproduktion der Traumfabrik mit Brad Pitt oder Julia Roberts!
"Amores Perros" gehört wie auch schon "City of God" zu jenen zutiefst nachdenklich stimmenden Filmen, die noch lange im Gedächtnis verweilen und einer reflektierenden Aufarbeitung nach dem Abspann defintiv würdig sind.

Details
Ähnliche Filme