Ein allgemeines Review über einen Lynchfilm zu schreiben ist fast unmöglich, deswegen schildere ich nur Eindrücke...
"Es ist fast so, als hätte mir jemand ins Gehirn gepisst..."
Dieses Zitat der Hauptdarstellerin trifft den Nagel auf den Kopf, wenn man sich diesen 180 minütigen, audiovisuellen Alptraum betrachtet.
Man sieht Brandlöcher, die den Eingang in eine andere Realität zu sein scheinen, surreale Mono/Dialoge, Menschen in Hasenkostümen, tanzende Nutten die plötzlich verschwinden, Gezeitenwechsel, Epochenwechsel und und und...
Die Darsteller sind durch die Bank perfekt besetzt und der Soundtrack ist wie gewohnt basslastig und extrem klaustrophobisch.
Wer bei Filmen wie Vanilla Sky, The Maschinist oder Lost Highway Probleme hatte den roten Faden zu finden, der sollte aus gutem Grund lieber die Finger von diesem Werk lassen, denn er wird danach nur mit weit geöffneten Mund und Sabber auf der Hose dasitzen und überlegen, was das eben war...
Es war ein Lynch!
Und einer der besten obendrein!
Ich wäre sogar dazu bereit mich soweit aus dem Fenster zu lehnen, dass ich sagen würde Mulholland Drive wäre im Gegensatz zu diesem Prachtstück triviales Popcornkino....
Mindfuck par excellence!
Was soll nur werden wenn David stirbt?
Von mir gibts 11 von möglichen 10 Punkten....