Fantasie und Kindheit - so könnte man das Thema der Geschichte um Peter Pan beschreiben. Ein Junge, der nie erwachsen wird, lebt an einem Ort, an dem es alles gibt, was Kinder sich in ihrer Fantasie ausmalen - Piraten, Indianer (für Jungen), Meerjungfrauen, Feen (für Mädchen).
Die Hauptbewohner dieses Ortes - der Insel Nimmerland - sind Waisenkinder, angeführt von dem großen Helden Peter Pan. Die anderen Inselbewohner scheinen nur dazusein, damit Peter und seine Freunde Spaß haben. (Besonders zeigt sich das bei den Indianerkämpfen, bei denen die Verlierer immer wieder freigelassen werden.)
In dieses Reich der kindlichen Fantasie werden drei Londoner Kinder von Peter Pan selbst gebracht. Nach einigen Abenteuern dort, sind sie am Ende des Films wieder zuhause in ihren Zimmern.
Man könnte also wirklich sagen, dieser Film zeigt in seiner Rahmenhandlung das Ziel jeden guten Disney-Films, aber auch anderer Filme, Bücher, etc. Die Zuschauer sollen in ein Fantasiereich entführt werden, ihren Spaß haben, ihrem Alltag entfiehen und am Ende trotzdem wieder Heil zuhause auf dem Sofa oder sonst irgendwo ankommen. Diesem Film, das kann man wirklich sagen, gelingt das.
Und damit komme ich nach diesen Gedanken über die eventuelle Deutung der Handlung zum Film selbst. Auch wenn ich den Film nicht als einen der besten Disney-Filme bezeichnen kann - was genau dazu fehlt, kann ich nicht sagen -, ist der Film in sich wirklich schlüssig. Man könnte die Handlung aus den Geschichten und dem Theaterstück von James Matthew Barrie fast nicht besser umsetzen.
Besonders gefallen die vielen Details. Ich denke, auch bei mehrmaligem Ansehen wird sich immer etwas Neues entdecken lassen, über das man schmunzeln kann. Auch die Nebenfiguren sind sehr gut ausgestaltet und unterhaltsam. Besonders der gutmütige, tollpatschige Matrose Smee gefällt mir gut. Zu nennen wären aber auch das "Kindermädchen" (um nicht zu sagen, der "Kinderhund") Nana oder das Krokodil, das eine Uhr verschluckte. Im Film werden diese skurilen Figuren richtig lebendig. Auch musikalisch glänzt der Film auf gewohnten Disney-Niveau, auch wenn es nicht direkt Lieder mit Ohrwurm-Faktor gibt.
Man kann also zusammenfassen: Ein tolles Filmerlebnis für die ganze Familie! (Es gibt zwar die eine oder andere spannende Szene, diese wirken jedoch dennoch nicht bedrohlich, sodass man den Film mit Kindern fast jeden Alters ansehen kann.) In meiner persönlichen Rangliste von Disneyfilmen reicht "Peter Pan" aber dennoch nicht ganz an andere Klassiker heran, deshalb nur neun Punkte.