Review

Nach Alice im Wunderland wurde seitens Disney ein ähnliches Thema verfilmt. Und im Gegensatz zu Alice wird nun tatsächlich eine geradlinige Story erzählt mit einem mittlerweile für heutige Verhältnisse typischen Abenteuerkinderfilmplot, alleine das zeigt schon, wie einflussreich diese Verfilmung für die moderne visuelle Geschichtenerzählung sein sollte.

Im Grunde genommen gibt es an Peter Pan gar nichts, und damit meine ich wirklich gar nichts, auszusetzen. Die Geschichte, die so ähnlich in unzähligen Geschichten auftaucht (nennen wir mal ein paar der Bekanntesten: Alice geht durch den Kaninchenbaum in ein anderes Land, Dorothy landet durch einen Sturm in einem anderen Land, Jonathan und sein Bruder landen nach ihrem Tod in einem anderen Land, irgendwelche Geschwister kommen durch einen Wandschrank nach Narnia), wird hier so perfektioniert, und angereichert durch einen tieftraurigen, melancholischen Unterton, dass der Film sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen unterschiedlich dennoch gleichermassen gut ankommen dürfte.

Das ist der seltene Fall, dass ein programmierter Publikumsmagnet auch tatsächlich so etwas wie Magie zu versprühen in der Lage ist. Disneys Trickfilmschmiede hat hier sein Handwerk perfektioniert und befindet sich in seiner goldenen Phase. Auch wenn mir persönlich Peter Pan einfach zuwider ist, so muss ich diese Qualitäten leider über den Klee loben.

10 Punkte

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