Review

"Aristocats" aus dem Hause Disney, realisiert von Regisseur Wolfgang Reitherman (Das Dschungelbuch) erzählt die Geschichte der Kätzin Duchesse, ihren drei Kindern und dem Strassenkater O`Malley.
Duchesse lebt samt ihren Kindern bei einer reichen alten Dame, die in ihrem Testament verfügt, daß die Katzensippe in Fall ihres Todes das ganze Vermögen erben soll. Zweiter Begünstigter soll ihr Butler sein. Als der davon Wind bekommt beschliesst er erstmal die Katzenbrut auszusetzen um somit im Fall der Fälle schneller an sein Erbe zu kommen.
Gesagt - getan. Eines morgens finden sich Duchesse samt ihrer Kinder am Ufer irgendeines Flusses wieder, weit weg vom vertrauten zuhause und auf sich allein gestellt. Glücklicherweise kommt gerade Thomas O`Malley, ein umher streunender Kater, daher und bietet der noblen Katzendame seine Hilfe für den Weg zurück ins traute Heim an.
Dort angekommen gilt es noch den fiesen Butler auszuschalten und das Ende vom Lied dürfte wohl niemanden ernsthaft überraschen...

Während ich noch die Inhaltsangabe tippe sehe ich schon die imaginären Zeigefinger in der Luft des ebenfalls imaginären Filmsaals und höre auch die ersten, ungeduldigen "Klassiker!!!"
Ausrufe .
Klar, mag sein! Aber was ist per Definition ein Klassiker?
Im Fall von Filmen ein Streifen, der 10-20 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch immer fasziniert, aktuell ist, zu denken anrührt usw. oder ein Film, der nach 10-20 Jahren noch immer auf Grund seines damaligen Erfolgs usw. einen gewissen Ruf geniesst? Will sagen/fragen entweder künstlerischer oder kommerzieller "Klassiker"?

Meine Definition eines sogenannten "Klassikers" ist eindeutig erstere - also ein zeit-,trend- und modeunabhängiger Film. Von meinem Standpunkt aus betrachtet entspricht "Aristocats" leider nicht den entsprechenden Vorgaben.

Die Handlung ist leider von A bis Z vorhersehbar, sehr brav und bieder umgesetzt, richtige Lacher/Gags fehlen fast komplett und der zeichnerische Stil des ganzen Streifens ist auch nicht gerade faszinierend.

Nach dem Anschauen blieb mir bloß noch die Szene mit der Katzen-Band in Erinnerung, aber auch bereits knappe vier Stunden danach fällt mir schon der Titel des Songs nicht mehr ein. Also entweder beginnende Demenz oder aber...der ganze Streifen hat einfach nicht die Kraft sich mir nachhaltig ins Gedächtnis einzuprägen?

Fazit: Für kleine Kinder möglicherweise ganz nett. Alle anderen, die älter als 5 Jahre sind, werden sich über die ca. 75 Minuten Spielzeit wundern wie lange 5x15 Minuten eigentlich wirklich sind!

Details
Ähnliche Filme