Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 12.11.2010

Eine späte Erstsichtung, wobei man bei Disneyfilmen selten wirklich von einer Erstsichtung sprechen kann, denn irgendwie kommt einem trotzdem alles bekannt vor - die an "Basil, den Mäusedetektiv" erinnernde Maus, der Butler, der mit seiner Gesichtsgymnastik an die aufgeschreckten Römer aus den "Asterix"-Filmen erinnert, der werbende Straßenkater, die schnatternden Gänse, die tanzende Jazzband im fiebrigen Licht.

Die Geschichte von "Aristocats" entsteht praktisch im Affekt und entwickelt sich zum hektischen Road Movie, aber um so leichter ist das Resultat - kaum ein Disneyfilm hat mehr Groove im Blut. Die starren Hintergründe sehen zwar nach Pappe aus (fast wie in einigen alten Looney-Tunes-Cartoons), das Design ist aber über alle Zweifel erhaben - ebenso die Animation der Figuren, auch oder gerade weil man in ihren Gesichtern fast noch die Bleistiftskizzen erkennt. Die Botschaft ist mehr als offensichtlich schon alleine im Filmtitel versteckt, sie lädt sich zwischen Aristokratie und Straßenleben aus, aber irgendwie gelingt es, sie beiläufig erscheinen zu lassen. Darüber hinaus wird das Wesen der Katze mit viel Liebe zum Leben erweckt. Manche Slapstickszene hätte in der Deutlichkeit nicht unbedingt sein müssen, insgesamt aber ein sehr guter, wenn auch ziemlich hibbeliger Disney mit sehr schrägem Charakter.

*weitere Informationen: siehe Profil

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