Wieder ein neuer Thriller mit keinen Schockern, dafür aber guter Atmosphäre und guten Schauspielern.
Story:
Ein Serienmörder geht um und tötet grausam mehrere Polizisten. FBI Agent Jake Mallow soll den Wahnsinnigen finden und stoppen. Doch es gibt keine brauchbaren Spuren; die Polizei tappt im Dunkeln und hofft, dass der Killer irgendwann mal einen Fehler macht. Als dann auch noch Jake´s Verlobte Mary dem Killer zum Opfer fällt, bricht Jake völlig zusammen und beginnt seine Schuldgefühle mit Alkohol zu ertränken. Diese Saufexzesse bringen ihm schließlich in eine Entziehungskur. Das Therapiezentrum, mitten in der Wildnis von Wyoming, welches speziell für Polizisten eingerichtet wurde, gleicht einem Gefängnis. Dort arbeiten der Polizeiarzt Doc, sein Assistent Hank und die Psychiaterin Jenny. Auch befinden sich dort noch ca. 8 andere Polizisten, die auch, genauso wie Jake, Probleme haben. Als durch einen Schneesturm, das Zentrum komplett von der Außenwelt abgeschnitten wird, beginnt für Jake der Alptraum von Neuem: Ein Polizist nach dem Nächsten wird Tod aufgefunden. Erst sieht es wie Selbstmord aus, doch Mallow ist misstrauisch. Auch die anderen hegen erste Zweifel, denn 2 Tote innerhalb von 24 Stunden, die schon einige Zeit lang in der Klinik waren, sind einfach zu viel. Nach der dritten Leiche steht fest, dass dies kein Selbstmord war. Schnell erkennt Mallow die Handschrift des Killers. Es ist der Serienmörder, der Monate zuvor, Mallow's Verlobte und die Polizisten ermordet hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und Jake muss versuchen, den Killer zu stoppen.
Die Story ist nicht gerade die neueste und hat man in anderen Filmen auch schon besser gesehen, jedoch versteht diese zu unterhalten. Das ständige Raten, wer der Mörder ist und die düstere Atmosphäre sorgen schon für gute Spannung. Man darf in diesem Film aber auch keine Schockeffekte erwarten, wie z.B. in Sieben oder Halloween. Das dürfte aber nur hartgesottene Fans stören. Jedoch muss hier gesagt werden, dass D-Tox für einen 16er Film an manchen Stellen doch recht hart ist und ohne Probleme eine 18er Freigabe bekommen können.
Musik:
Genau wie in anderen Thrillern ist die Musik ein wichtiger Bestandteil des Filmes. Hier ist sie schön düster und sorgt da auch wieder für Atmosphäre. Doch sie ist auch dramatisch und auch traurig; vor allem am Anfang, wo Mallow seine tote Frau sieht und sich immer wieder an sie erinnert. Da kann man manchmal selbst mitfühlen.
Atmosphäre:
Natürlich kommt diese nicht an Sieben oder Halloween heran, ist aber dennoch überdurchschnittlich. In diesem Film kommt sehr viel Spannung auf. Vor allem weil man nicht weiß wer der Mörder ist und wer das nächste Opfer ist. Auch wo die Polizisten Einheiten bilden, die bestimmte Bereiche absuchen taucht viel Spannung auf, oder an der Stelle wo Mallow in den Tunnelsystemen herumläuft. Ebenfalls gut ist auch der Ort wo sich alles abspielt. Jedoch kann man hier erkennen, dass sich der Regisseur eindeutig von John Carpenter's The Thing bedient hat.
Enttäuschend dagegen ist das Ende. Es tritt kein überraschend revolutionäres Ende auf, wie z.B. in Sieben oder Halloween. Der Endkampf ist 08/15 mäßig und schon gleich steht fest, dass Sly den Typen nur so fertig machen wird. Auch ist es sehr schlecht, dass am Schluss des Filmes nicht geklärt wird warum der Serienkiller die Morde beging.
Darsteller:
Hier muss ich ein besonderes Lob für Sylvester Stallone aussprechen. Nach Driven endlich mal wieder eine Rolle für Sly, die ihm wie aus dem Leib geschnitten ist. Bei ihm kann man endlich wieder seit langer Zeit richtige Emotionen erkennen. Vor allem in der Szene wo er seine tote Frau vorfindet kommen seine Emotionen glaubhaft rüber und man kann mit ihm richtig mitleiden.
Dina Meyer kann ihre schauspielerischen Leistungen, wie in Starship Troopers, leider nicht entfalten, da sie schon sehr früh ermordet wird.
Auch Kris Kristofferson leidet unter dem gleichen Schicksal. Zwar passt ihm die Rolle, die ihm zugewiesen wurde, jedoch zeigt er nicht solche Qualitäten wie in Blade. Dafür ist seine Rolle einfach zu kurz und sie leidet auch unter der schlechten Synchronstimme.
Robert Patrick ist der einzige der neben Sly gute Leistungen zu Tage bringt. Er spielt hier den fiesen Typen und das sogar sehr gut. Auch passt die Synchronstimme zu ihm.
Fazit:
Gelungener Thriller, dem es an Schockern und einem guten Ende fehlt. Dafür können aber die Atmosphäre und die Schauspieler überzeugen.
Zu guter Letzt kann ich nicht verstehen, dass der Film ab 16 Jahren freigegeben ist, denn schon wie oben genannt, ist dieser Film an manchen Stellen recht hart. Eine Freigabe ab 18 Jahren wäre verständlicher.