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Taran lebt als Schweinehirte in der mittelalterlichen Welt von Prydian. Mit seiner Aufgabe, sich um das Schweinchen Hen Wen zu kümmern, wähnt er sich unterfordert. Doch bald ist der böse Horned King hinter Hen Wen her, denn es kann ihm den Aufenthaltsort des schwarzen Kessels zeigen. Und mit diesem könnte der dämonische Herrscher eine Armee von Untoten heraufbeschwören, um die Welt zu unterjochen.

Der Junge, der sich zu Größerem berufen fühlt und unversehens in ein Abenteuer gerät, auf seinem Weg diverse Gefährten trifft, Gefahren überwinden muss und der Schurke will die Weltherrschaft mithilfe eines magischen Gegenstands an sich reißen. Inhaltlich ist Werk nicht sonderlich komplex, doch für die Zielgruppe aufregend genug und gleicht seine erzählerische Ebene mit einem gelungenen Design aus.

Denn „The Black Cauldron“ sieht einfach ziemlich gut aus. Der von Ted Berman und Richard Rich inszenierte Film ist sauber animiert, hier auch mit etwas Unterstützung früher CGI. Stilistisch bietet er ebenfalls was. Auffallend viel Düsternis findet sich hier, wie alles in der und rund um die Festung des Horned King oder auch in der Gegend von Morva. Die Hintergründe, Interieurs und Landschaften machen durchaus was her und tragen zur Atmosphäre bei.
Das Figurendesign überzeugt meist; Taran, Prinzessin Eilonwy und Barde Fflam als menschliche Figuren ebenso wie der Horned King als Schurke, dessen Präsenz durchaus bedrohlich wirkt. Sein Minion ist da eher comichaft, wie auch der zottelige Gurgi, der den unvermeidlichen Teilzeit-Sidekick darstellt. Witzig und knuffig soll er sein, ich hätte darauf verzichten können. Mag seine Rolle auch gegen Ende noch wichtig erscheinen, so hat das natürlich in der Gesamtbetrachtung wieder mal keine Konsequenzen. Kann man den Kindern ja nicht zumuten. Wie auch so manch andere Szene, weswegen der Film vor seiner Veröffentlichung um mehrere Minuten erleichtert wurde. Da war dann dies und das doch zu finster und ein paar Interaktionen zwischen den Figuren mussten auch dran glauben. Gesungen wird übrigens nicht, was ich aber mal auf der Habenseite verbuche.

Dennoch bleibt in der knappen Laufzeit von netto unter 80 Minuten so einiges übrig, an dem man sich erfreuen kann. „The Black Cauldron“ ist ein stellenweise schön düsterer Fantasyzeichentrickfilm, der zwar mit einer recht einfachen Geschichte daherkommt, diese aber eben auch in ansprechende Bilder verpackt. An den Kinokassen damals gefloppt ist er trotzdem einen Blick wert. Keiner der bekanntesten Disneyfilme, aber sicherlich einer von den guten.

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