Ein weiteres buchstäbliches Meisterwerk aus Disneys Zauberküche!
Belle lebt in einem kleinen Dorf als Tochter des für verrückt gehaltenen Erfinders Maurice. Gaston will ihr Herz gewinnen, doch stellt sich viel zu plump an, Belle mag ihn nicht. Als Maurice eines Abends eine seiner Erfindungen vorführen will, verirrt er sich im Wald und findet sich unerwartet bald im Schloss des Biestes wieder. Es handelt sich um einen verwunschenen Prinzen, der erst wieder zum Prinz werden kann, wenn er die Liebe rechtzeitig findet. Belle will ihren Vater finden und landet auch bald im Schloss. Die Beziehung zwischen ihr und dem Biest gedeiht langsam. Bald jedoch mast sich Gaston auf den Weg, um seine Belle zurückzuholen. Ein Kampf mit dem Biest scheint unvermeidlich.
Wieder ist eine simple, aber zauberhafte Story unter Disneys Feder entstanden, die natürlich vor allem für Kinder geeignet ist. In diesem Film steckt gleichzeitig eine atemberaubende Dramatik und ganz große Spannung. Wird das Biest rechtzeitig von Belle geliebt werden? Die Zeit drängt! Das Biest ist als Charakter sehr gut gelungen und kann sowohl erschrecken (vor allem am Anfang, als es noch recht unbeholfen ist und seine Aggressivität nicht zügeln kann), als auch zutiefst rühren, als es jegliche Hoffnung verliert. Wie immer sind zahlreiche andere kleine Gesellen vorhanden: Lumiere, der Kerzenständer, Herr von Unruh, die Uhr oder die Babytasse Tassilo.
Was ich an diesem Film besonders toll fand, war die Musik, die hier wirklich mehr im Vordergrund steht als zum Beispiel bei Aladdin. „Sei hier Gast“ (wundervoll von Lumiere performt) als auch „Die Schöne und das Biest“ (von der Kaffekanne performt) gehören für mich zu den absolut besten Disneysongs.
Das einzige, was an diesem Film ein wenig gestört hat, ist die Charakterauswahl. Sind schon alle ganz goldig, aber irgendwie fehlen ein bisschen die Tiere, mit denen man sich meiner Meinung nach in den Disneyfilmen immer am besten identifizieren kann. In den meisten Filmen spielen sie auch Hauptrollen. Nur hier ist das nicht so, und das bringe ich als kleinen aber feinen Kritikpunkt an. Teilweise war der Film auch fast brutal. Die Wölfe im Wald sind schon sehr furchteinflößend und der Endkampf zwischen Biest und Gaston ist schon fast blutig. Trotzdem hält sich das alles schon noch in Grenzen, ich will da mal nicht übertreiben. Für Kinder ist der Film nach wie vor geeignet.
Die sexuelle Komponente möchte ich auch in diesem Film erwähnen, denn vor allem Kleinkinder sind ja das Publikum solcher Filme: Besonders negativ fiel mir auf, wie Lumiere, als er am Schluss wieder ein Mensch ist, vollkommen begeistert auf den Hintern einer weiteren Angestellten schaut. Wir wollen doch unsere Nachfahren nicht zu Gaffern erziehen! Aaaaber natürlich ist das alles in einem akzeptablen Maße und soll niemanden vom Genuss dieses Filmes abhalten!
Fazit: Ein weiteres Meisterwerk von Disney, das man getrost seinen Kindern zeigen kann oder auch einfach selbst anschauen kann. ANSCHAUEN. Allerdings mit der kleinen Schwäche, dass Tierchen als Identifikationsfiguren fehlen. Daher „nur“ 8 Punkte von meiner Seite. Euer
Don