Van Damme hat's wieder drauf, und nicht nur das - er ist besser denn je!
Wie bereits bei Wake of Death und dem genialen JCVD, schauspielert der Belgier sich die Seele aus dem Leib, grandios. Hier ist er der Drogenabhängige, fremdfickende Besoffski-Arschloch-Cop Stowe, der nach einem Schußwechsel ins Koma fällt. Als er nach 6 Monaten erwacht, ist alles anders. Er will Rache... und die Fehler der Vergangenheit bereinigen.
Na klar, Van Damme ist nicht mehr der Handkantenheld aus den 80ern, er dreht kaum noch physische Kämpfe. Und ja, auch bei Until Death gibt es mehr Drama als Action und keine Martial Arts. Aber der Film funktioniert, auch wenn die Story nicht neu ist.
Zwar verpasst Regisseur Simon Fellows einige Gelegenheiten, seine Regie aufzupeppen, doch baut er auch schöne Ideen ein; wie die Mephisto-artige Figur beim Drogentrip oder die Halluzinationssequenz vor Stowes Koma. Einzig der ultrabillige Computereffekt mit den Patronenhülsen entlarvt den Film als echte B-Ware.
Auch dieser Film zeigt auf, wie sehr Van Damme als Schauspieler und reale Person gereift ist. Sein Part in diesem ernsten Mix aus Thriller und Copdrama ist absolut sehenswert. Seine Darstellung der Gleichgültigkeit und Gefühlskälte Stowes in der ersten Hälfte ist ganz großes Tennis. Zudem weiß Stephen Rea als Bösewicht zu überzeugen, und Action-Aficionados werden mit blutigen Shootouts befriedigt.
Erwähnt werden muß aber noch die grottenschlechte Amateur-Synchro-Sprecherin von Stowes Alten in der deutschen Fassung, geht gar nicht! Doch da kann der Film natürlich nichts für.
Komplett überzeugendes Cop/Revenge-Movie mit einem großartigen Jean Claude Van Damme, ausreichend Tiefgang und einem guten, wenn auch nicht sonderlich innovativen Drehbuch. Für jeden, der nicht nur Karate-KrachBumm braucht empfehlenswert! Das gibt fette 8/10
MovieMadness