Meine letzte Kritik im Jahre 2008 widme ich einer bemerkenswerten Fernsehserie, die aus den Staaten kommend auf unsere Screens schwappte.
Dexter ist angekommen und hat unser Soap- und Thriller-Einerlei so richtig durchgeschüttelt.
Wie kann ein "moralisch nicht ganz einwandfrei handelnder" Anti-Held ein Publikumsliebling werden?
Ganz einfach - weil das Serienkonzept haarklein passt und jede Menge frischen Wind in ein angestaubtes Serienschema geblasen hat.
Schicke Optik, nett anzusehende Darsteller mit typischen Soap-Opera-Probs und einige schwarzhumorig in Szene gesetzt Mordfälle, dazu ein absolut humorvoller Off-Kommentar von Dexter selbst - das sind die Elemente, die diesen Serienhit nach vorne schießen lassen.
Geschickt inszeniert steigerte sich die Spannung von Folge zu Folge bis zum grandiosen und sehr emotionalen Staffelfinale.
Nie zuvor war ich von einem Serienformat gefesselter als von Dexter - nun ja, auf Platz 2 tummeln sich bei mir die Desperate Housewives (aber das ist eine andere Geschichte).
Dexter ist für mich der Knaller des Jahres geworden und hat m.E. alle Vorschusslorbeeren verdientermaßen erhalten. Der schwarzhumorig zynische Schlusskommentar der letzten Episode machen mich "heiß" auf Season 2!
Fazit: Ein Serienkiller als Held einer Geschichte - hier ist erstmalig eine Flexibiltät in der Denke des Zuschauers gefordert, die eindeutig Grenzen überschreitet und dennoch köstlich mundet.
Guten Rutsch nach 2009!