Review
von ---
Gesamtbesprechung
Achtung! Review enthält Spoiler und sind mit * gekennzeichnet!
Dexter Morgan arbeitet als Blutspurenanalytiker bei der Miami Metro Police. Dies ist schon einmal die beste Voraussetzung um Morde zu begehen, die unentdeckt bleiben sollen.
Traumatisiert durch ein verstörendes Ereignis in seiner Kindheit, hat sich Dexter nämlich zum Serienmörder entwickelt. Um seinen Drang zu Töten zu kanalisieren, wurde ihm seitens seines Vaters ein Kodex gelehrt: Töte nur die, die es verdient haben!
Ein Serienmörder als Identifikationsfigur. Geht nicht? Doch! Die inhaltlich aufeinander aufbauenden Folgen der insgesamt 8 Staffeln bringen uns nicht nur Dexter als grundsätzlichen Sympathieträger nah, sondern auch sämtliche Nebenfiguren, die allesamt sehr interessante Entwicklungen durchmachen, ohne das es jedoch ins absurde abdriftet. Auch vor unkonventionellen Drehbuchkniffen macht die Serie nicht halt.
Alle Staffeln sind durchgängig spannend und unterhaltsam. Durchhänger gibt es nur wenige.
SPOILER *Auch das viel gescholtene Ende der Serie ist für mich persönlich ein sehr guter Abschluss. Dexter weiß, dass er für alle nahe stehenden Personen früher oder später zu einer Gefahr wird, da ihn sein Tötungsdrang immer wieder in lebensbedrohliche Situationen für sich und seine Umwelt bringt. Er verlässt die, die er liebt und entscheidet sich bewusst für einen Neuanfang und somit für ein Leben ohne Liebe. Eine Tragik von geradezu faustischen Ausmaßen.* SPOILER ENDE
Fazit: Wer es etwas neben der Spur mag, ist bei „Dexter“ bestens aufgehoben. Ungewöhnlich, zynisch, spannend, tragisch, komisch, abgründig… und doch menschlich.
Für mich persönlich die Serie, mit dem größten Suchtpotenzial aller Zeiten!
9/10