Nach den obligatorischen Eingangsmorden kommen erneut die alten Bekannten ins Spiel, Sidney Prescott (Neve Campbell) lebt mittlerweile zurückgezogen und inkognito. Gale Weathers lässt sich mit ihren journalistischen Fähigkeiten abfeiern, während Dewey als technischer Berater der Verfilmung von den Ereignissen in Woodsboro fungiert. Doch während der Dreharbeiten zu "Final Stab 3" häufen sich, analog zum Drehbuch, die Mordfälle, der Killer von einst macht erneut Jagd auf Sidney und ihr Umfeld. Wes Craven treibt die Film-im-Film-Idee damit noch mehr auf die Spitze, denn nicht nur die ehemals Überlebenden treffen wieder aufeinander, sondern auch ihre Filmpendants. Die sind vorbildlich naiv gezeichnet und passen zu dem Drehbuch, das mit der Traumfabrik Hollywood ebenso spielt, wie mit den Gesetzmäßigkeiten einer Trilogie. Kein weiteres Sequel beschert uns "Sream 3" also, sondern den erklärten letzten Teil, der noch einmal mit viel Tempo und frischem Wind für gute Unterhaltung sorgt. Nach dem etwas schwächeren Vorgänger zeigt Meister Wes Craven noch einmal, wie man Schockeffekte, Schockfakes, Jagdszenen und viel Humor zu einem selbstironischen Slasher verquirlt, der wieder mit haufenweise Zitaten und Anspielungen aufwartet. Als Persiflage auf sich selbst angelegt, wobei "Scream" selbst schon eine solche darstellte, kommt dieser dritte Teil mit einigen Überraschungen daher, deren Glaubwürdigkeit zu überprüfen müßig wäre und am Thema vorbei laufen würde. Neue Infos über alte Begebenheiten lassen über weite Strecken keine Langeweile aufkommen. Trotz vieler Slasherszenen und annehmbarem Bodycount ist der Kunstblutgehalt gegenüber den beiden ersten Teilen spürbar gesunken, doch mit dem gewissen Augenzwinkern bei den Morden nicht wirklich störend. Dafür haben sich die Charaktere etwas weiter entwickelt und neben einer Wiederkehr von Randy per Video gibt es einen Cameoauftritt von Prinzessin Leia sowie Lance Henrikson als Horrorfilmproduzent. Das Anfangsopfer ist dieses Mal keine geringere als Jenny Mc Carthy, als Horrorsatire verkauft sich das erstaunlich gut.
Fazit: Halbwegs würdiger Abschluß der Trilogie.Vorrausgesetzt, man kann etwas mit der Ausrichtung als Slasherkomödie anfangen. 6/10 Punkten