Am Set von "Stab 3", der auf den Ereignissen der beiden ersten Teile basiert, nimmt eine Mordserie ihren Lauf. Schon bald stellt sich heraus, dass der Killer die Besetzung in derselben Reihenfolge mordet, wie es im "Stab 3"-Drehbuch geschrieben steht. Gleichzeitig hinterlässt der Killer Fotos von Sidneys toter Mutter. Dewey und Gale versuchen mit Hilfe von Sidney herauszufinden, wer der Killer sein könnte. Bald stellt sich heraus, dass der oder die Mörder alte Unbekannte sind.
Auch der Slasherklassiker Scream kommt nicht ohne schleichende Abnutzungserscheinungen aus. Eigentlich sollte der Abschluß einer Trilogie (was Wes Craven nicht daran hinderte 10 Jahre später einen vierten Teil nachzulegen) ja der Höhepunkt sein, aber hier wird eigentlich nur noch altbekanntes aufgewärmt. Vielleicht hätte man ja nicht den Drehbuchautor wechseln sollen, wer weiß.
Die Stammbesetzung mit Gale, Sidney und Dewey ist wieder mit dabei. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Cotton Leary, der allerdings schnell dem Teaser Kill zum Opfer fällt und sogar Randy, der eigentlich im zweiten Teil abgemurkst wurde. Er darf in einem Videotestament die goldenen Regeln für Abschlußfilme einer Trilogie rezitieren und sorgt damit singulär für die humorigsten Minuten in der ganzen Handlung.
Vieles kommt dem Zuschauer aber bekannt vor. Man kennt die vielen Anspielungen auf die Vorgänger, der Maskenmann ist mal wieder final hinter Sidney her, die jetzt inzwischen für eine Hotline für Frauen in Not beschäftigt ist, Dewey ist immer noch ein Tollpatsch und Gale nervt wie eh und je.
Im Zentrum steht der Dreh zum neuen Stab 3 Film. Der Killer hat die Macke entwickelt die Crew in der Reihenfolge des Drehbuchs abzumurksen (was den Anfangskill herzlich unlogisch macht). Dazu kommt noch Sid´s tote Mutter ins Spiel, denn bei jeder Leiche wird ein Foto von ihr gefunden. Wirklich gebraucht hätte es diesen Ausflug ins Mystische nicht unbedingt, außer um im Showdown eine halbgare Motivation von Munchie zu präsentieren. Premiere hier allerdings, denn erstmals bekommen wir einen Einzeltäter vorgesetzt.
In Sachen Spannung und Blut fuhr alles eine Stufe zurück, was aber auch insgesamt für die Qualität gilt. Scream 3 ist jetzt nicht schlecht (das sparte man sich für Teil 4 auf), aber längst nicht mehr auf dem Level, mit Wes Craven den Slasherfilm reanimierte.
6/10