Review

Etwas heiser


10 Gründe, warum „Scream 3“ zumindest den hartnäckigeren Fans der Reihe noch gut mundet, vielleicht sogar etwas unterschätzt ist:
  1. Den dritten Scream in Hollywood spielen zu lassen, ist ein Geniestreich. 
  2. Teilweise geht mehr „meta“ nicht. 
  3. Wieder einmal rätselt man durch viele Verdächtige lange, wer der Killer ist. 
  4. Chemie in der alten Garde stimmt noch. 
  5. Nach drei Jahren Pause hatte man damals definitiv wieder Bock auf einen „Scream“. 
  6. Schlägt einen soliden, großen Bogen zum Original. 
  7. Einige Witze und Anspielungen haben mich zum Lachen gebracht. 
  8. Die meiste Zeit schon noch deutlich ein „Scream“. 
  9. Indirekte Rückkehr nach Woodsboro. 
  10. Erinnert in seiner Metahaftigkeit fast etwas an „New Nightmare“. 

Und 10 Gründe, warum „Scream 3“ dennoch deutlich der schwächste Teil der legendären Slasherreihe ist: 
  1. Deutlich komödiantischer ausgelegt. 
  2. Kevin Williamsons fehlender Einfluss ist fast tödlich. 
  3. Die chaotische Entstehungsgeschichte ist oft spürbar. 
  4. Kein allzu guter Twist/Bösewicht. 
  5. Meisterhaft spannende Sequenzen wie in beiden Vorgängern fehlen. 
  6. Holt oft nicht genug aus dem Meta- und Hollywood-Aspekt raus. 
  7. Mehr Längen. Mehr Leerlauf. 
  8. Holt viel zu wenig aus dem #MeToo-Winkel bei Sidneys Mutter raus. Hätte seiner Zeit massiv und mutig voraus sein können. 
  9. Weniger Figuren, mit denen man mitfiebert. Neue Garde erbärmlich. 
  10. Ein gutes Stück zahmer und unblutiger als zuvor. 
Fazit: nicht mehr wirklich top, manchmal sogar nichtmal gut, aber für Komplettisten und Slasherfans dennoch einen Blick durch das Geistergesicht wert. „Scream 3“ macht etwas Ordentliches aus seinen beschnittenen Möglichkeiten und schloss die originale Trilogie solide ab. Mehr aber auch nicht. Etwas besser als sein Ruf und zu unrecht oft total in der Luft zerrissen. „Scream 3“ kann man gucken, tut nicht weh, ist kein Flop. Immerhin. 

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