Review

ERAGON

Eragon (Edward Speelers) lebt als Jäger und Bauer im Dorf Carvahall. Als er eines Tages wieder auf der Jagd ist fällt im aus dem Nichts ein blauer Stein vor die Füße. Wie sich später heraus stellen soll handelt es sich hierbei um ein Drachenei. Als der Drachen schlüpft fangen für Eragon erstmal die Probleme an, denn er erweist sich als ein Drachenreiter, der den amtierenden König Galbatorix (John Malkovich) vom Thron stoßen muss. Dieser hat nämlich unrechtmäßig das Amt übernommen und brachte auch sonst nur Tod und Verderben. Eragon freundet sich mit Brom (Jeremy Irons) an, welcher die Geheimnisse der Drachenreiter kennt. Er lernt mit den neuen Fähigkeiten umzugehen und erfährt auch warum es so wichtig ist das der tyrannische König und sein Gefolge besiegt werden muss. Da ist es quasi nur Beilage, dass er seinen ermordeten Onkel rächen wollte.


Fantasy-Action die nach dem gleichnamigen Buch entstanden ist.

Wirklich und wahrhaftig vergeigte Filmumsetzung, welche allenfalls die jüngere Generation ansprechend finden dürfte. Viel zu lahm wird die Geschichte erzählt und Action bzw. Fantasyelemente bleiben nahezu vollends auf der Strecke. Zu wenig werden die Figuren beleuchtet und zu oberflächlich wird das Universum um Eragon visualisiert.

Gut ein paar Zauberer hier, Zwerge und Schergen da, sowie die Drachen sind allgegenwärtige Figuren und bieten in einem Buch genug Stoff für fantastische Abenteuer, nur funktioniert dies im Buch über die Vorstellung des Lesers und dann natürlich sehr gut.

Beim Film sind andere Kriterien vordergründig zu bedienen. Spannungsaufbau, Charakterzeichnung, visuelle Präsentation. Allerdings will ich die bei Sichtung von ERAGON einfach nicht entdecken. Irgendwie beschleicht einen das Gefühl, die Macher sind davon ausgegangen das jeder das Buch kennt und man könnte gleich in das Abenteuer einsteigen. Nun gut, wenn man sich mit dieser Tatsache abgefunden hat und der Drache geschlüpft ist entfaltet sich ein geradliniger, vorhersehbarer und relativ langweiliger Plot um die Figur Eragon. Spannend wird es nie und selbst die Action kann nicht überzeugen. Hat man alles schon mal besser gesehen.

Eigentlich schade, denn Potential hatte die Produktion schon im Vorfeld gehabt. Schickes Budget, Top Darsteller (Djimon Hounsou (leider nur eine kleiner Auftritt), Jeremy Irons, John Malkovich) und ne bekannte Fantasyfigur.

Nur leider war Regiedebütant Steffen Fangmeier sichtlich überfordert wenigstens solide Filmkost zu fabrizieren. Man verlässt sich einfach auf die guten Effekte, die Darsteller (von denen mir persönlich eh nur Jeremy Irons richtig gut gefiel), wobei ich mich frage wie man auf Edward Speelers als Eragon kam, da er Null Charisma besitzt (man denke vergleichsweise nur mal an Legolasdarsteller Orlando Bloom, der hatte Klasse), die eingestreute Action nach Schema F und das Fahrwasser in welchem diese Produktion mit zu schwimmen versuchte. Nur leider ist das Publikum immer noch der Richter und Henker zugleich. Nur leider zum Glück. Die Quittung folgte prompt und äußerte sich verdientermaßen mit einem niedrigen Einspielergebnis.

Schade eigentlich.

Weit unter Standart im Bezug auf ähnlich gelagerte Fantasyproduktionen, kann Eragon zu keiner Zeit überzeugen und bleibt handwerklich zwar solide, nur austauschbare Massenware, mit der Eltern eventuell ihre Knirpse mal für 90 Minuten ruhig stellen könnten. Selbst so Filme wie Dragonheart haben da mehr Charme und können in ihrer naiven Art definitiv mehr Begeisterung erzeugen.

4 von 10

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