Eragon ist ein Vertreter der neuen Kiddie Fantasy/Abenteuergeneration a la Narnia, Tintenherz, goldener Kompaß und wie sie alle heißen. Erfreulicherweise hier ist der Held ein immerhin noch 17jähriger Bursch und nicht so eine Kinderkrippe, wie beispielsweise die Narnia Bande, so daß man auch als Erwachsener einigermaßen unbeschadet einen Blick riskieren kann.
Die Story ist dieselbe wie in ca. 95% aller ähnlich gelagerten Projekte. Ein böser Obermotz Galvatorix (Gallier? Verschenkt John Malkovich in einem 4 minütigen Kurzauftritt), unterjocht ein friedliebendes Reich und sendet seinen bösen Hexenmeister (Robert Carlyle gibt alles), um die letzten Widerstandsnester auszuheben. Ein junger Bauer kommt zu einem Reitdrachen (der neue Opel Zafira) und mithilfe seines weisen Lehrmeisters (dezent aber gut Jeremy Irons) leistet er den unterlegenen Verteidigern Hilfe.
Bis auf den Drachen alles soweit nach Herr der Ringe Strickmuster gedreht, mit dem sich auch Eragon, wie alles im Fantasybereich messen muß. Ohne selbst die Buchvorlage zu kennen fallen hier deutliche Parallelen auf. Die Endschlacht ist jetzt nicht gerade Helms Klamm und natürlich auch Familienkompatibel dargeboten, trotzdem kommt die Story flott unterhaltsam rüber, größere Längen werden vermieden. Der Drache ist auch akzeptabel animiert, nicht allzu detailfreudig aber insgesamt ok. Der unbekannte Hauptdarsteller kommt auch sympathisch an, obwohl er wegen seiner Unvernunft beinahe dauernd aus der Patsche gerettet werden muß, was auch seinem Sensei das Leben kosten wird. Zudem gibts haufenweise schöne Landschaftsbilder, der Look ist jedenfalls ok. Kann man sich anschauen den Film obwohl eigentlich der "Herr der Ringe Light Version" auf dem Cover als Hinweis fehlt.
Mal schauen was die Fortsetzung irgendwann noch so bringen wird, denn von den im Film angesprochenen Zwergen und Elfen Kämpfer war noch keine Lanzenspitze zu sehen
6/10