„Bloodnight“ist aus meiner Sicht ein total überbewerteter 08/15-Slasher,der außer ein paar blutigen Morden nichts als Langeweile zu bieten hat.
Der „Walnut Lake Market“ soll verkauft werden,deshalb müssen auch alle Angestellten des Supermarktes mal eine Nacht dableiben,um eine gründliche Inventur vorzunehmen.
Craig,der gewaltätige Ex der Kassiererin Jennifer taucht auf,versteckt sich kurz und wird anschließend unsanft hinausbefördert,doch bereits nach kurzer Zeit hört man verdächtige Geräusche.In dem großen Gebäude treibt sich ein irrer Mörder herum.
Bis der Schlitzer zur Tat schreitet,vergehen erstmal über 30 Minuten,indem die Location und die Charakteren vorgestellt werden – eher langweilig.Auch wenn ein verlassener Supermarkt ein etwas anderer Schauplatz zum Dezimieren junger Leute ist,so richtig spannend wird es selten.Dafür wird das Ratespiel um den Täter auch recht schnell geklärt,denn bereits im Vorfeld wird dem Zuschauer das Motiv auf dem Silbertablett serviert.
Recht blutig fallen dann die Morde aus,da wird eine hydraulische Presse eingesetzt,Köpfe zersägt und sogar mit einem abgetrennten Kopf auf einen anderen eingeschlagen.Das lenkt ein wenig von der bisherigen Belanglosigkeit ab und auch das böse Ende kann erfreuen.
Die Synchro der Darsteller ist angenehm ausgefallen und wesentlicher besser als die schauspielerische Leistung selbiger.Lobend kann man noch die Kameraarbeit erwähnen,die aus verschiedensten Perspektiven(Sicht aus einem Einkaufswagen) ein paar interessante Ansichten einfängt(„Meister-Bräu“in Dosen in einem amerikanischen Supermarkt !?).
All das kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen,dass „Bloodnight“keinen Höhepunkt des Slashergenres darstellen kann,denn dafür ist er schlicht zu langweilig ausgefallen.
4 von 10 Punkten