Review

Scott Spiegels "Intruder" sollte sich wohl jeder Slasherfan mal angesehen haben.

Der meiner Meinung nach sehr gelungene Film lebt besonders von der unheimlichen Atmosphäre, der ausgefallenen Kameraführung, sowie einem guten Schnitt. Die Umgebung des Supermarkts nach Einbruch der Dunkelheit mit all den Gängen und Regalen, das ganze in schummriger Beleuchtung, wurde hier wirklich gelungen eingesetzt, um immer wieder für Spannung zu sorgen. Aber auch einige witzige Dialoge sind dabei.

Anfangs bekommt man zwar durchaus den Eindruck hier einen ganz lahmen Standardslasher vorgesetzt zu bekommen, aber nach etwas mehr als einer halben Stunde, geht's hier erst so richtig los. Der Killer dezimiert die Opfer (darunter auch Sam Raimi und sein Bruder Ted) auf sehr einfallsreiche und auch verhältnismässig brutale Weise. Besonders berüchtigt sind hier wohl die Morde mit der Bandsäge und der Hydraulikpresse. Die Special Effects von KNB kommen an diesen Stellen, wie ich finde, gut zum Einsatz. Für Gorefans lohnt sich der Film also allemal.

Ausserdem gibt es noch kurze Cameoauftritte von Bruce Campbell und Lawrence Bender (From Dusk Till Dawn, Pulp Fiction). Sam Raimis Oldsmobile Delta 88 (ebenfalls dabei in "Evil Dead", "The Gift", "Spiderman", "Body Bags" und den meisten Filmen, an denen er beteiligt war) ist ausserdem in einer Szene parkend vor dem Supermarkt zu sehen. Man kann sagen, dass eigentlich fast das gesamte Team von "Tanz der Teufel 2" beteiligt war, denn auch Dan Hicks (spielte im zweiten Teil der "Evil Dead" Reihe den Redneck Jake) hat in "Intruder" eine Rolle.

Fazit also für alle Fans des Slasherfilms und des Horrorgenres im Allgemeinen: Dieser Film zählt für mich zu dem besten, was es an amerikanischen Slashern jemals gab und er ist es auf alle Fälle wert gesehen zu werden. Man sollte allerdings darauf achten, eine ungeschnittene Version zu sehen.

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