Review

Die erste Slasher-Ära klang bereits sichtlich ab, da erblickten Genrefans INTRUDER aka BLOODNIGHT im Kino oder auf Video. Nicht nur das Spätachtziger-Feeling amüsiert heute beim Zuschauern, sondern auch die extraharten Old-School-and-Handmade-Splattereffekte. Wow, hier könnten sich aktuelle Genre-Regisseure mal die ein oder andere Scheibe abschneiden … im wahrsten Sinne des Wortes!
Der früher augenzwinkernde Schwarzhumor bleibt natürlich nicht auf der Strecke.
Es gibt sehr viele einfallsreiche Kameraperspektiven, wie z. B. hinter einer Telefonwählscheibe, um nur eine zu nennen. Die Schauwerte des Slashers - also die Morde - steigern sich in Härte und perversem Einfallsreichtum.
Dass die Story inhaltsmäßig auf eine halbe Briefmarke passt, ist für den Unterhaltungswert nicht entscheidend. Dass die Motivation des Killers für die Kills so hirnrissig wie banal ist, tut der Spannung keinen Abbruch. Dass vieles storytechnisch unlogisch und aufgesetzt wirkt, ist nur ein Zeichen der damaligen Genrefilm-Produktionsart.
Slasher- und Splatterfans der Pionierzeit können bei diesem Streifen nur eines falsch machen: aufs Cover schauen, weil dieses dummerweise den Killer verrät. Selten habe ich eine doofere Covergestaltung gesehen, ehrlich!
Punktestand: 7 von 10 abgetrennten Gliedmaßen ;-) .

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