Inhalt:
Weil ein Supermarkt geschlossen werden soll, müssen sich die Angestellten dort die Nacht um die Ohren schlagen und eine letzte Inventur machen.
Nachdem der frisch aus dem Knast entlassene Ex-Freund einer Mitarbeiterin dort auftauchte, für Krawall sorgte und von den übrigen Leuten unsanft aus dem Laden befördert wurde, treibt ein Killer sein Unwesen zwischen den Regalen und lässt einen nach dem anderen über die Klinge springen.
Kritik:
Scott Spiegel hat mit bescheidenen Mitteln einen stimmigen Slasherfilm gezaubert.
Die Idee hierfür den Schauplatz eines Supermarktes zu wählen ist genial, da dem Killer hier gute Möglichkeiten bereitgestellt werden, seinen Tötungstrieb auf verschiedenste Art und Weise auszuleben und die langen Gänge und Räume gute Versteckmöglichkeiten bieten.
Bis zum ersten Mord braucht der Film zwar eine halbe Stunde (davor werden die Charaktere grob vorgestellt), aber dann geht wirklich zur Sache.
Was die Special Effekt Leute (KNB) hier abliefern, ist schon klasse. Neben den üblichen Schlitz- und Stechtötungen gibt es ausgefallene Arten zu sterben, wie den wirklich brutalen Kopf-unter-Hydraulikpresse und Bandsäge-durch-Kopf Szenen.
Immer wieder beeindruckt der Film durch seine ausgefallenen, fast schon experimentellen Kameraeinstellungen. So wird z.B. aus der Sicht von Türgriffen (inklusive Drehung), durch Gläser hindurch, von unten aus dem Fußboden herauf oder aus der Wählscheibe eines Telefons (ja, es gab mal Telefone ohne Tasten!) gefilmt.
Hinzu kommen passable Schauspieler, die zwar teilweise zum Overacting neigen, denen man aber den Spaß, den sie bei den Dreharbeiten hatten, anmerkt. Toll sind auch die Auftritte von Sam Raimi und seinem Bruder Ted, sowie das kurze Erscheinen von Bruce Campbell und Lawrence Bender.
Da ist es wenig störend, dass man als geübter Betrachter solcher Filme ziemlich schnell erkennt, wer hinter den Morden steckt, denn der Streifen macht einfach Spaß und krönt diesen mit einem guten Schlussgag.