Review
von Leimbacher-Mario
Da läuft was aus in der Tiefkühlabteilung…
Nach Ladenschluss läuft in einem noch ganz gut gefüllten Supermarkt so einiges schief - doch spätestens als sich die Leichenteile stapeln, gerät die Nacht außer Kontrolle…
„Intruder“ kam erst ganz am Ende der 80er auf den Markt, als der Slasherboom selbst im hintersten Kaff schon längst abgeebbt war - was ihm jedoch nichts von seiner Qualität und Faszination nimmt. Grandios die Balance aus horrorkomödiantischen Strömen und beinharten, saftigsten Kills haltend, ist es nicht verwunderlich, dass man den jungen Sam Raimi in einer Nebenrolle sieht. Bruce „Ash“ Campbell übrigens auch, doch das ist nicht der Grund meiner Begeisterung. Das schafft „Intruder“ ganz ohne Gastauftritte und Gimmicks. Mit guter alter Slasherschule, sympathischen Details und einem schön übersichtlichen Setting. Außerdem mag ich solche „One-Night-Stands“, also Filmchen, die während nur einer Nacht und wenigen Stunden ihr rotes Pulver verschießen. Und „Intruder“ verschießt seins in alle vier Himmelsrichtungen literweise. Die Mordmethoden und Finten sind vielfältig, Spannung und Augenzwinkern halten sich die exzellent Wage, die allgemeine Inszenierung lässt kaum Kritik zu. „Bloodnight“ macht massiv Laune und sehr wenig falsch. Selbst wenn in HD manch eine Papmachebirne sehr offensichtlich ihre künstliche Fratze zeigt. Noch kein „Scream“ oder gar „Scary Movie“ - aber auch kein „Friday The 13th“ mehr.
Fazit: vielleicht der letzte richtig starke Slasher seines Jahrzehnts. Blutig-bierlaunige B-Movie-Birne. Verdammt gory trotz schon leicht satirischer Spitzen. Und Sam Raimi passenderweise in einer Nebenrolle. Ein Killerspass im Spätkauf!