Review

“Ab in die Ewigkeit” ist ein überdurchschnittlicher Slasher der vor allem wegen zwei Dingen aus dem Einheitsbrei heraus sticht. Da wären zum einen die recht kreativen Morde (welche aber nicht unbedingt graphisch ausfallen) und die Indizierung obwohl einer FSK16 Freigabe; also ähnlich wie bei “Das Omen“ - solch ein Klassiker ist “Ab in die Ewigkeit” aber leider nicht; wenn er auch knapp am Klassiker-Status vorbeischrammt. Denn obwohl einer recht ordentlichen Inszenierung krankt der Film vor allem an seiner Lauflänge von fast zwei Stunden. Ein ähnlicher “Fehler” verlief in den der heutigen Zeit “House of Wax”. Doch im Gegensatz zu diesem gibt es bereits in der ersten Hälfte genug fürs Auge. Wie gesagt die Morde sind recht kreativ: ein Schaschlikspieß durchdringt eine Kehle, eine Hantel zermantscht einen Kopf oder gar ein in die Speichen eines Motorrads geworfener Schal wird jemandem zum Verhängnis. Dagegen wirkt der anfängliche Kehlenschnitt recht bieder; dennoch eine der atmosphärisch dichtesten Momente in dem einen der Mörder quasi schon präsentiert wird - aufmerksame Zuschauer können den Mörder dann recht schnell identifizieren…zumindest hat dies den Anschein, zahlreiche Wendungen und falsche Fährten bestimmen aber dann die Mördersuche. Die Morde finden auch im wesentlichen an den Teenagern des College statt, welche durchweg recht gut dargestellt sind und trotz Stereotypen (wie z.B. dem freakigen Tierpräperator) und manchem Studentenulk gefallen. Insbesondere die Hauptdarstellerin Melissa Sue Anderson macht ihre Rolle als traumatisiertes Unfallopfer sehr gut; ihre Hirn-OP ist im Gegensatz zu den Morden schon härtere Kost und recht intensiv gemacht; so nimmt man ihren gut gespielten Knacks noch mehr ab. Diese Rückblenden sind von Bedeutung für die Geschichte, nach und nach klärt sich alles wie ein Mosaik auf; stellenweise ist der Film aber wie gesagt etwas “lahm”: Szenen sind unnötig in die Länge gezogen, manche Morde finden kurz hintereinander statt um dann erstmal langen Pausen Platz zu machen. Aber aufgrund der guten Darsteller ein geringeres Makel. Letztlich kann einem das Ende doch versöhnen, ähnlich wie bei “Die Horror-Party” steht einem eine schöne Überraschung an. Auch die düstere Inszenierung mit gothischen Anleihen gefällt schon sehr, einige nette optische Spielereien wie manch Kameraeinstellung runden die saubere Mache ab. Mit ein paar Handlungskürzungen und manch ausgespielterem Effekt sicherlich ein Highlight des Slasher-Subgenres, aber in seiner jetzigen Fassung ein immer noch guter Film.

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