Wer hier einen echten Vampirfilm erwartet, der wird sicherlich enttäuscht sein, denn das bekommt er nicht geboten. Viel eher hat Regisseur Kevin VanHook hier eine Mischung aus Action und Trash entworfen, in dem auch Blutsauger mit von der Partie sind. Um als ernsthafter Beitrag zur Gattung der Vampirfilme zu zählen, fehlt es diesem Werk vor allem an der für diese Filmart üblichen Bedrohlichkeit. Alles wirkt hier schon eher unfreiwillig komisch, so etwas wie eine dichte, oder gar unheimliche Grundstimmung sucht man hier vergebens.
Es mag sein, das es allein daran liegt, das ein Aufeinandertreffen von Militär und Blutsaugern schon einmal sehr gewöhnungsbedürftig ist, hinzu kommt die Location, denn der Südamerikanische Dschungel ist aucg nicht gerade der übliche Ort, an dem man Vampire vermutet. Die Bildaufnahmen sind zwar teilweise sehr schön, passen aber irgendwie nicht hierher und wirken eher befremdlich.
So etwas wie einen konstanten Spannungsbogen, oder eine gelungene, gar unheimliche Atmosphäre entsteht hier zu keiner Zeit. Allerdings ist der Film ziemlich blutig geraten und bietet jede Menge Action. Martial Arts Passagen, die teilweise recht gut in Szene gestzt wurden, sorgen hier für doch recht nette und kurzweilige Unterhaltung.
Die Vampire an sich passen sich dem hohen Trashfaktor an, natürlich gibt es auch hier Exemplare, die der Kampfsportkunst mächtig sind. Wenn man also ein blutiges Action-Spektakel mit hohem Trashfaktor erwartet, dann wird man bei "Slayers" bestens bedient, das steht ausser Frage. Aber sollte man mit der Erwartung an diesen Streifen herangehen, das man einen echten und gruseligen Vampirfilm sieht, dann sollte man besser die Finger davon lassen.
5/10