“The Best of Gesichter des Todes“ ist ein Zusammenschnitt der ersten drei “Gesichter des Todes“-Filme. Richtig überzeugen kann dieser Zusammenschnitt allerdings nicht. Ohne ersichtlichen Zusammenhang oder irgendwelchen Einleitungen werden, die zum Teil härtesten Szenen der ersten drei Filme aneinandergereiht und auf eine Lauflänge von knapp 90 Minuten gebracht.
Gestellte Todesszenen wechseln sich mit realen Todesfällen ab. Hierbei dürfen die Klassiker des ersten Teils nicht fehlen; die Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl oder in der Gaskammer, die Alligator-Jagd als auch das Restaurant mit dem Affenhirn sind vorhanden. Dazwischen eingestreut die realen Unfälle und Kriegsszenerien aus "Gesichter des Todes 2" und wieder zahlreiche Fake-Szenen aus dem 3. Teil; wie z. B. die Gerichtsverhandlung um einen Mörder und Vergewaltiger oder die Folter eines lateinamerikanischen Verräters und der Selbstmord eines Mannes durch Sprung aus der 4. Etage eines Hauses.
Alles wurde ohne irgendein Muster zusammengefügt, was letztendlich auch ein Hauptgrund sein dürfte, warum das Best Of in Deutschland eingezogen wurde. Es dient lediglich als eine Aneinanderreihung der brutalsten Szenen, wodurch der pseudo-dokumentarische Charakter völlig verloren geht, in dieser Form möglicherweise aber auch ehrlicher zu sich selbst ist und dem eigentlichen Subgenre der Shockumentary deutlich näher kommt.
Anzumerken sei noch, dass das Team um Regisseur John Alan Schwartz mit diesem Film nichts zu tun hat. Zwar wurde auch von ihm ein eigenes Best Of mit dem Titel “The Worst of Faces of Death“ erstellt, das in Deutschland erschienene “The Best of Gesichter des Todes“ wurde aber im Auftrag des damaligen Rechteinhabers Madison Video erstellt, die mit der gesamten “Gesichter des Todes“-Reihe ordentlich Kasse machten und mit diesem Zusammenschnitt nochmals abzukassieren versuchten – was auch gelang.
Ob es "The Best of Gesichter des Todes" wirklich gebraucht hat wage ich zu bezweifeln. Mir gefällt diese Zusammenfassung nicht. Wer keinen Wert auf die Filme legt und lediglich einmal einen Blick auf einzelne Szenen werfen möchte dürfte allerdings mit “The Best of Gesichter des Todes“ ausreichend bedient sein.